Artenschutz

Der Odenwald besticht nicht nur mit seiner Vielfalt an Lebensraumtypen.

Auch die damit verbundene Artenvielfalt ist besonderes Merkmal dieser wunderschönen Region.

Beim Spaziergang deutlich zu hören sind Bunt- und Grünspecht, am Waldrand eilen Waldameisen zu ihren Nestern, der Feldhase findet hier noch Rückzugsbereiche, an den Bächen fischt der Eisvogel und die Wasseramsel sucht nach Insektenlarven, Wiesenknopf- Ameisenbläulinge und Spanische Fahne flattern im Sommer von Blüte zu Blüte, Hirsch- und Bockkäfer treffen sich im Wald, Rauhfuß- und Steinkauz werden in der Dämmerung ebenso aktiv wie die vielen Fledermausarten und mancherorts schlängelt sich eine Ringelnatter durchs Gras. Im Frühjahr summt und brummt es auf den blütenreichen Wiesen, Hummeln und Wildbienen lassen keine Blüte aus und die schöne tiefblaue Holzbiene läßt sich auf so manchen Pflanzen nieder.

 

Um diese Biodiversität auch für nachkommende Generationen zu bewahren, ist Artenschutz einer der Schwerpunkte, denen sich der NABU Odenwaldkreis in seiner Arbeit verpflichtet fühlt.

Natürlich umfasst dieses Engagement ein breites Spektrum an Tierarten, die unmöglich hier alle aufgeführt werden können.

 

Hier möchten wir nur einige Arten aufzählen um deren Erhalt wir uns bemühen:

 

Fledermäuse

 

Wie schon des öfteren auf der Internetseite erwähnt ist der Fledermausschutz ein großes Anliegen unseres Kreisverbandes. Nicht nur mit der Aktion "Fledermausfreundliches Haus" wird zum Schutz der Fledermäuse beigetragen, auch mit Anbringen und Betreuen von Quartieren wird sich für den Erhalt eingesetzt.

Darüber hinaus wird bei Fledermäusen viel Informations- und Aufklärungsarbeit geleistet, um mehr Verständnis und Akzeptanz bei der Bevölkerung für die pelzigen Nachtschwärmer zu schaffen. 

 

Steinkauz

 

Auf ihn konzentrieren sich ebenfalls viele Schutzmaßnahmen und -bemühungen. Diese werden direkt in Form von mardersicherem Röhrenbau und -anbringung, sowie indirekt durch den Erhalt und die Pflege der Streuobstwiesen erbracht.

Die einzelnen Ortsgruppen betreuen zum Teil mehrere Steinkauzröhren in ihrer Gemarkung. Im Odenwaldkreis sind es insgesamt ca. 75 Brutröhren, wobei das Vorkommen des Steinkauz in dieser Region mit nur 15 - 20 Brutpaaren geschätzt wird. Das die künstlichen Nisthilfen durchaus einen großen positiven Einfluss auf das Brutgeschehen der Steinkäuze hat zeigen die Ergebnisse der letzten Jahre. In Hessen befanden sich 1994 von 562 bekannten Brutorten 487 in Niströhren.

Dies ist Ansporn für den NABU Odenwaldkreis sich noch weiter um die drittkleinste Eule Europas zu bemühen.

 

Schwalben + Mauersegler

 

Der Bestand der Mehl- und Rauchschwalben ist in den letzten Jahren immer weiter zurück gegangen. Die Suche nach geeigneten Hauswänden oder Ställen an bzw. in denen sie ihre Nester bauen können gestaltet sich von Jahr zu Jahr schwieriger.

Um diesem Negativtrend entgegenzuwirken wurde die Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" vom NABU ins Leben gerufen, an der sich auch der NABU Odenwaldkreis aktiv beteiligt.

Zusätzlich wurden und werden von unseren Ortsgruppen Kunstnester an Gebäuden angebracht, um den "Glücksbringern" so zu helfen.

 

Einem schwalbenähnlichem Vogel gilt dabei genauso großes Interesse. Die Rede ist vom Mauersegler.

Die Könige der Lüfte, die mit bis zu 180 km/h um die Häuserecken fliegen, fast ihr ganzes Leben in der Luft verbringen, dort essen, schlafen und sich paaren, die 10 000km aus Afrika zurücklegen um bei uns für 3 Monate zu leben und bis zu 3000m hoch aufsteigen, haben es ebenfalls nicht leicht. Auch sie gelten als ausgesprochen effektive Schädlingsbekämpfer, bis zu 20 000 Insekten verfüttern sie täglich an ihre 2-3 Junge.

Mauersegler sind brutorttreu, manchmal brüten sie bis zu 15 Jahre an einem Ort. Zunehmend werden jedoch ihre Nistplätze durch Bausanierungen in Verbindung mit Wärmedämmmaßnahmen zerstört.

Damit auch sie nach dem langen Flug aus Afrika geeignete Nistmöglichkeiten finden, hat der NABU Odenwald in Verbindung mit dem Schwalbenschutz auch Nisthilfen für Mauersegler an einigen Gebäuden angebracht.

Zudem hielt der Kreisverband in Zusammenwirken mit der Ortsgruppe Erbach im Mai 2010 einen Vortrag über Mauersegler, um auf die Problematik der Tiere aufmerksam zu machen.

 

Amphibien

 

Mit den Amphibien hat der NABU Odenwaldkreis eine weitere interessante Tiergruppe in seinem Artenschutzprogramm. 

Aufgrund der zunehmenden Zerstörung und Verkleinerung ihrer Lebensräume, hauptsächlich der Laichgewässer, sind die Bestände stark zurückgegangen. Aus diesem Grund sind daher seit 1980 alle Amphibienarten in der Bundesartenschutzverordnung enthalten und stehen unter besonderen Schutz.

Dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Mitglieder und den Möglichkeiten, die diese Region den Naturschützern bietet, sind noch einige Amphibienarten im Odenwald ansässig. So findet man den Berg- und Kammmolch, die Erd- und Kreuzkröte, die Gelbbauchunke, sowie den Spring-, Gras- und Grünfrosch. Auch der Feuersalamander ist in den Laub- und Mischwäldern anzutreffen.

 

Neben dem Anlegen und Pflegen von zahlreichen Tümpel und Laichgewässer ist auch das Errichten und Kontrollieren von Amphibienzäunen eine Hauptaufgabe des NABU Odenwaldkreis.

Unsere NABU Gruppen betreuen mehrere stationäre Schutzzäune oder Leiteinrichtungen. Insgesamt sind es ungefähr 24 Strassenabschnitte rund um Brensbach, Höchst, Michelstadt Steinbuch und Erbach, sowie im Sensbachtal und in Rothenberg. 

 

Mit Hilfe der Karte können Sie sich einen kleinen Überblick verschaffen über die Straßen an denen Krötenwanderungen verstärkt vorkommen.

 

 

amphibienwanderung.doc
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