Nachrichten vom NABU Odenwaldkreis

Gemeinsame Aktion der Bad Königer NABU Gruppen

zum Tag der Gartenvögel am 14.Mai

 

 

 

Vormittags begaben sich Mitglieder der OG Zell zur ehemaligen ESOC-Station, um den Bestand der sich dort befindenden Vögel zu erfassen. Gleichzeitig wurden in der Höhenstraße von Bad König, Vögel im Grundstück der Familie Braungardt beobachtet und die Zahl der einzelnen Arten ermittelt. Am Nachmittag wurde dann im Garten des NABU Vorsitzenden Klaus Hilbert , in Nieder - Kinzig gezählt. Insgesamt konnten 26 Arten registriert werden. An der Aktion beteiligten sich 12 Erwachsene und ebenso viele Jugendliche.

 

Die Ortsgruppen weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auf Grund der zunehmenden Vernichtung von Lebensräumen durch intensive Bewirtschaftung von Wiesen, Feldern und Äckern, sowie durch Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten, der Lebensraum unserer heimischen Tier-/Pflanzen- und Insektenwelt in erheblichem Maße zerstört wird. Um so wichtiger ist es, dass Grundstücksbesitzer, innerhalb von Dörfern und Städten, naturnahe Grundstücke einrichten um dem Artentod entgegen zu treten. Wer aus seinem toten Beton- oder Kiesvorgarten, eine lebensfrohe Alternative erschaffen möchte, kann sich ebenso wie der Besitzer eines artenarmen Zierrasens bei den örtlichen NABU Gruppen melden. Wir helfen Ihnen gerne, eine lebendige Welt in Ihrem Anwesen zu erschaffen.

 

 

 

 

 

Klaus Hilbert

 

(1. Vors. NABU Bad König/Nieder-Kinzig)

 

OG Bad König/Nieder-Kinzig landesweit an 4.Stelle

 

 

Bei der vom NABU - Landesverband und vom Land Hessen unterstützten Aktion "1000 Fledermausfreundliche Häuser" konnte die Ortsgruppe Bad König/Nieder- Kinzig Landesweit mit 6 neuen Häusern den 4. Platz erringen.

 

Die Hausbesitzer wurden während des 1.Maifestes der Ortsgruppe für ihr Engagement mit Urkunde, Plakette und einem Buch von der der NABU Kreisvorsitzenden, Martina Limprecht, ausgezeichnet.

 

Die Ausgezeichneten haben sich für den Erhalt und die Erschaffung neuer Fledermausquartiere verdient gemacht.

 

Fledermäuse haben sich an uns Menschen gewöhnt und suchen deshalb nach Unterkünften an unseren Häusern, die sie in Rissen und Spalten auch finden. Durch Renovierung und Umbaumaßnahmen wird den gesetzlich geschützten Kobolden oft ihr Lebensraum genommen. Es ist aber kein Problem, das Haus oder den Dachboden zu sanieren und dabei auch diesen Tieren den Lebensraum zu erhalten und Quartiere zu schaffen. Beratungen bieten NABU - Landes- und Kreisverband, sowie die einzelnen Ortsgruppen an.

 

Auf dem Bild sind zu sehen: hintere Reihe: Klaus Hilbert NABU Nieder- Kinzig, Thomas Seifert, Herbert Reinhard, Joachim Böhm. Vordere Reihe: Christina Schlingmann, Kerstin Braungardt, Walter Vierhaus und Martina Limprecht.

 

Winterschlaf - Bitte nicht stören!

Jetzt gilt für alle winterschlafende Tiere – bitte nicht stören.
Dies sollte man unbedingt beherzigen wenn man draussen ein winterschlafendes Tier findet (zB eine Fledermaus in einem Holzstapel oder einen Igel im Laubhaufen usw).
Zwar wachen auch Winterschläfer immer mal zwischendurch auf (sogen. Torporepisoden), dies tun sie dann aber aus eigenem Antrieb und Bedarf (Quartierwechsel) heraus, dann auch nur kurz und innerhalb ihres gewohnten Umfeldes, in dem sie sich sicher fühlen.
Während dieser kurzen Aufwachphasen (sogenannte Arousals), alle paar Wochen für wenige Stunden, bringen sie ihren Stoffwechsel wieder in Gang und kehren vorübergehend zu einer normalen Körpertemperatur zurück. Arousals treten bei allen winterschlafenden Säugetieren auf und sind die Hauptursache für Energieaufwand und Fettverbrennung während des Winterschlafs. Je nach Tierart gehen 60-75% des Energieverbrauchs zu Lasten dieser Aufwachphasen - was deutlich macht wie gefährlich zusätzliche Störungen sind. Die selbst herbeigeführten Aufwachphasen sind jedoch notwendig um den Körper der Tiere vor Kälteschäden zu schützen, denn sonst würde zB das Zentrale Nervensystem während des langen hypometabolischen Zustands Schaden nehmen – mit den kurzen Aufwachphasen können die Tiere diesen Prozess korrigieren.
Ein abrupter Winterschlafabbruch geht immer mit einem sehr hohen Energieverbrauch beim Aufwachprozess einher, der für Fledermaus, Igel, Bilch und Co durchaus bedrohlich werden kann. Wie viel ein Tier dadurch an überlebenswichtiger Energie verliert zeigt ein Beispiel – mit dem Energieverbrauch von einer 1 Stunde dauernden Aufwachphase könnte ein Fledermaus ca 11 Tage durchschlafen.
Aber nicht nur aus diesem Grund sollten Störungen unbedingt vermieden werden.
Trotz Winterschlaf sind sie in einem Zustand, in dem sie Berührungsreize sehr genau wahrnehmen, wie Studien belegen. Spürt dieses Tier nun eine Störung im Fall von Anfassen o.ä. reagiert das Tier mit Stress und Angst, eben weil es die Situation durch seinen Zustand nicht einschätzen, sich nicht bewegen und dem nicht wie normal entziehen kann. Die dann beschleunigte Aufwachphase und mit diesem Stressempfinden verbundene Hormonausschüttung ist eine enorme zusätzliche Belastung für den Organismus.
Der Winterschlaf ist ein hochkomplexer Prozess bei dem das Nervensystem, der Hormonhaushalt, der Stoffwechsel (Fett-, Mineralstoffwechsel u. Blutzucker) und Blutkreislauf miteinander genau abgestimmt interagieren und jede Störung hat entsprechende Folgen für dieses Zusammenspiel und somit auch für das Tier.
Dann aber anzunehmen, Winterschläfer wären danach topfit und ausgeschlafen, ist ein Trugschluss – eine Erholungswirkung tritt im Winterschlaf nicht auf. Es entsteht sogar dadurch ein Schlafdefizit, das nach dem Erwachen aus dem Torpor durch lange Tiefschlafperioden ausgeglichen wird. Dies macht auch nochmal deutlich, dass trotz des äusserlich ruhigen Erscheinungsbildes der Körper während des Winterschlafs Enormes leistet.

Mitgliederversammlung der OG Steinbuch-

Michelstadt

 

 

Liebe Mitglieder der NABU-OG-Steinbuch-Michelstadt e. V.

 

mit der Einladung zur Mitgliederversammlung am 12.03. 2016 um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Steinbuch möchten wir einen kurzen Überblick über unsere Aktivitäten in 2015 geben, Details können Sie bei der Versammlung erfahren. Zum Überblick über das gesamte Jahresprogramm des NABU und anderer Naturschutz-vereinigungen, zusammengestellt durch das NZO-Stiftung Georg Raitz, liegt ein Faltblatt bei. Sicherlich befinden sich auch Wanderungen, Vorträge und Exkursionen dabei, die Ihr/Euer Interesse finden wird.

 

In Punkten nun unsere Aktivitäten in 2015:

 

1. Artenschutzmaßnahmen

 

Fledermausschutz, Quartiere kontrolliert

 

 

Amphibienschutz, hier wieder aktiv bei der Straßenrettung an der B47 „Großer See“, Mitarbeit beim Gelbbauchunkenschutz in der Grünschnittdeponie. Schutzmaßnahmen für Feuersalamander hinter dem Waldstadion in Michelstadt, Kühgrund.

 

Vogelschutz, Kontrolle der Eulenkästen im Stadtwald von Michelstadt, Kontrolle von etlichen Meisen Nistkästen

 

Schwalbenfreundliches Haus, eine Aktion des NABU-KV-Odenwaldkreis, in 2015 hauptsächlich durch Mitglieder unserer NABU-Ortsgruppe durchgeführt. Dabei wurden 62 Doppelnester für Mehlschwalben, 10 Mauerseglerkästen und 70 lfd. Meter Kotbretter an 10 Häusern angebracht, verteilt über Reichelsheim-Michelstadt-Erbach und Rothenberg. Zwei ehrenamtliche Tage für die Schwalben und Segler, die Kosten in Höhe von €2.500 wurden wieder von der UNB des Odenwaldkreises übernommen.

 

Sehr starker Artenrückgang in der Vogelwelt und noch stärker bei den Insekten, Nahrungsgrundlage für Vogelarten und Kleinsäuger. s. Anhang.

 

2. Biotopschutzmaßnahmen

 

Flächen in der Kohlgrube, gepachtet von der Stadt Michelstadt - Ausgleichsmaßnahme: Pflege des Feldgehölzes und einmalige Mahd/Heuernte.

 

- Fläche oberhalb der Bebauung: In Zusammenarbeit mit der Flurneuordnung,
10 Obstbäume wurden durch eine Firma im Januar gesetzt, diese betreut diese
auch 2 Jahre, danach übernehmen wir die Pflege.

 

Allee „Bäume des Jahres“, mehrmals die Grünfläche gemäht, entwickelt sich so langsam zu einem farbigen, blühenden Streifen.

 

3. Jugendarbeit, sehr aktive Jugend (bis zu 12 Kids) mit Treffen alle 2 Wochen. Wir suchen nach wie vor Betreuer/innen für die nächsten Jahre, wer hätte Lust und Zeit für diese ehrenamtliche Tätigkeit? Aus Altersgründen werde ich, Gerhard Germann, Ende des Jahres 2016 endgültig aufhören.

 

Vivarium, am 18.07. besuchten wir mit der Bahn das Vivarium in Darmstadt

 

4. Öffentlichkeitsarbeit

 

Vogelstimmenwanderung - Wanderung mit dem OWK-Michelstadt

 

Wanderung um die „Mark Michelstadt“ am 28.06.15, geführt von Rehbach nach Steinbuch mit diversen Erzählungen zur Geschichte von Rehbach und den Seen, „Allee Bäume des Jahres“ bis hin zu den „Acht Buchen“. Leitung G. Germann.

 

Kindergarten Laubfrosch, gemeinsame Aktionen zum Thema Amphibien im „Kühgrund“ in Michelstadt.

 

Einhardschule Steinbach, zwei Projekttage mit den Themen „Nistkastenbau und Wasserinsekten im Rehbach

 

Seniorenresidenz in Bad König, hier hielt G. Germann 5 Vorträge zu verschiedenen Themen, in 2015 kamen die Spenden der NABU-OG-Steinbuch-Michstadt zugute.

 

5. Sonstiges

 

Zweitägiges Grillfest

 

Arbeitseinsätze Mittwoch-Vormittags

 

Monatstreffen, jeden 1. Donnertag eines Monats um 20 Uhr im „Pumpenhäuschen

 

 

Tagesordnung

 

1. Begrüßung durch den Vorsitzenden

 

1.1 Bestimmung eines Schriftführers

 

1.2 Feststellung der fristgemäßen Einladung

 

1.3 Feststellung der Beschlussfähigkeit

 

2. Bericht des Vorsitzenden

 

3. Bericht der NAJU

 

4. Kassenbericht des Rechners

 

5. Bericht der Kassenprüfer

 

6. Aussprache zu 2-4

 

7. Entlastung des Vorstandes

 

8. Wahl der Kassenprüfer/innen

 

9. Ausblick auf das Jahr 2016

 

10. Verschiedenes

 

11. Vorstellung des Vogels des Jahres 2016 „Der Stieglitz“ – PPP NABU/ LBV

 

Ende: ca. 22 Uhr

 

Biodiversität und Artenvielfalt

 

Mit einfachen Worten ausgedrückt ist die Situation dramatisch, anstatt wie von der EU und der BRD gefordert, bleibt die Artenvielfalt nicht stabil und schon gar nicht wie vorgesehen zunehmend. In allen Bereichen von der Flora über die Avifauna (Vogelarten) und anderen Tierarten ist ein teilweise drastischer Rückgang zu verzeichnen. Bleiben wir mal bei der Vogelwelt, zunächst Daten von der VSW-Hessen, aus Vogel und Umwelt, Band 21, Heft 1-2: 1-128 (2014), Seite 37:

 

Zum Erhaltungszustand der Brutvogelarten Hessens

 

Von den 195 bewerteten Brutvogelarten weisen im Jahr 2014 nur noch 50 Arten einen günstigen Erhaltungszustand auf (25,7%; „Ampel-Bewertung: grün“). 56 Arten haben einen ungünstig-unzureichenden Erhaltungszustand (28,7%; „Ampel-Bewertung: gelb“), und 89 Arten haben einen ungünstig-schlechten Erhaltungszustand (45,6%; „Ampel-Bewertung: rot“).

 

Die Erhaltungssituation der hessischen Brutvogelarten hat sich gegenüber der letzten Bewertung im Jahr 2008 nicht verbessert. Prozentual ist der Anteil von Arten mit ungünstig-schlechtem Erhaltungszustand gegenüber solchen mit günstigem Erhaltungs-zustand weiter gestiegen.

 

Eine Publikation:

 

WIR SIND DANN MAL WEG -

 

„DIE (UN-) HEIMLICHE ARTEN-EROSION“ eines Europaabgeordneten „Die Grünen“ bringt die dramatische Situation auf den Punkt.

 

„EINE AGRARINDUSTRIELLE LANDWIRTSCHAFT DEZIMIERT UNSERE LEBENSVIELFALT“

 

http://www.martin-haeusling.eu/presse-medien/publikationen/1183-wir-sind-dann-mal-weg-die-un-heimliche-artenerosion-in-europas-agrarlandschaften.html

 

Als kreisbeauftragter für Vogelschutz der staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rhein-land-Pfalz und Saarland trage ich schon seit über 20 Jahren die Vogeldaten für den Oden-waldkreis zusammen. Die Ergebnisse sind auch im Odenwaldkreis erschreckend, über 40% der Singvogelarten gehen drastisch zurück. Diese Zahlen decken sich mit den bundesweit erhobenen Zahlen, was ist aber die Ursache für diesen dramatischen Rückgang der Vogelarten?

 

1. Die Rabenvögel wurden und werden gerne als Ursache ausgemacht, ist ja auch sehr einfach, ist aber wissenschaftlich nachgewiesen, nicht die Ursache!

 

2. Die Vogelwelt wird ja schon immer als Indikator für eine intakte Natur angesehen, nur wenn der Vogelwelt die Nahrung und Brutplätze fehlen, gehen die Populationen drastisch zurück. Dies ist der Fall mit den Insekten, in 2015 schon durch das BfN (Bundesamt für Naturschutz) publiziert, wohl auch von allen Autofahrern/innen zu bestätigen. Wie oft müssen Sie bei Urlaubsreisen die Windschutzscheiben von toten Insekten reinigen? Wir war das vor 10 bis 20 Jahren?

 

-1-

 

3. Der Vogelmord um das Mittelmeer herum spielt sicherlich eine größere Rolle bei den Zugvögeln, ist aber nicht der Hauptgrund, denn auch Standvögel gehen zurück. So auch der Vogel des Jahres 2016 „Der Stieglitz“. Der vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) seit 1990 bundesweit erhobene Bestand zeigt bis 2013 eine Abnahme um 48%. Dabei betrifft dieser Rückgang gleichermaßen sowohl die Brutvögel im Agrarland als auch die Stieglitze im Siedlungsraum der Dörfer und Städte.

 

4. Wo sind noch Brachflächen, ungenutzte Wegraine, „wilde Hausgärten und Parkan-lagen“ mit Blütenreichtum und nicht ständig gestutzten Rasenflächen?

 

Verlangte die gemeinsame Agrarpolitik noch bis 2007 Brachflächen in jedem Betrieb, ist nun die Nutzung aller Flächen für den Fruchtanbau erlaubt. Hiermit werden auf keinen Fall die einzelnen Landwirte an den Pranger gestellt, nein es ist die EU-Agrar-politik, die Artenvielfalt geht durch deren Vorgaben drastisch zurück und trotzdem leben viele Landwirte am Existenzminimum, s. Milchviehhalter.

 

5. Aber auch typische Waldvogelarten bleiben von diesem Artenrückgang nicht verschont, so Eulen und Käuze, Hohltaube und Spechte, sowie einige Singvogelarten.

 

Der starke Artenrückgang ist bekannt und für das gesamte Gebiet Deutschlands dokumentiert und für alle aufmerksamen Naturfreunde/innen erkennbar. Viele unter-stützen den Kampf gegen den Verlust von Wildtieren in Afrika und Co., und übersehen das schleichende Übel bei uns, oder sehen sich nicht in der Lage etwas dagegen zu tun. Sicherlich auch gar nicht so einfach für Einzelpersonen, dafür gibt es Naturschutzvereini-gungen, wie z. B. den NABU, die auf politischer Ebene für die Natur kämpfen, vom Europaparlament, über die Bundesregierung – Länderparlamente bis hin auf Kreis- u. Kommunalebene. Die Ursachen sind weitestgehend bekannt, der Natur-, Arten- und Umweltschutz muss einen höheren Stellenwert bekommen.

 

Ohne starkes Umdenken und Umsteuern werden niemals die von der EU gesteckten Ziele zum Schutze der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2020 erreicht, im Besonderen trifft dies auch auf Deutschland zu.

 

Für viele Menschen war und ist Rachel Carsons 1962 veröffentlichter Klassiker „Der stumme Frühling“ ein Schlüsselerlebnis. Zu erschreckend schien damals die Vorstellung, dass durch massiven Pestizid-Einsatz plötzlich keine Vögel mehr zu hören sein könnten.

 

Doch erstens: Das Verstummen der Insekten ist zwar leiser und weniger auffällig – darum aber noch lange nicht weniger schlimm. (aus Die unheimliche Arten-Erosion)

 

Und zweitens: Der wahre stumme Frühling steht uns noch bevor.

 

Der Rückgang der Biodiversität – Artensterben – geht nicht plötzlich, er ist schleichend, daher für viele von uns kaum bemerkbar. Und, wer merkt schon das Verschwinden von Vogelarten, die er gar nicht kennt? Natürlich können nicht alle Mitbürger die ca. 100 Vogelarten des Odenwaldkreises kennen, wer vermisst z. B. die Baumpieper?

 

Liebe Mitglieder der NABU-OG-Steinbuch-Michelstadt, mit diesen Zeilen möchte ich keine Berufsgruppe angreifen oder gar Panik erzeugen, der Artenrückgang auch im Odenwald-kreis muss Ihnen/Euch mal vor Augen geführt werden, dies ist auch Aufgabe einer Naturschutzvereinigung.

 

Gez.: Gerhard Germann 06.02.2016

 

Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahl der

Nabu Ortsgruppe Bad König/Nieder- Kinzig

 

 

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Nabu Ortsgruppe Bad König/Nieder – Kinzig findet am Freitag, den 11.3.2016 im Gasthaus „Bäcker Adam“ in Nieder – Kinzig statt. Beginn der Versammlung ist um 19:30 Uhr.

 

Neben den üblichen Regularien und den Vorstandswahlen wird Siggi Hilbert auch den Vogel des Jahres (Stieglitz) in einer kleinen Präsentation vorstellen. Auch Nichtmitglieder sind recht herzlich eingeladen.

 

Die Tagungsordnungspunkte können unter www.nabu-odenwaldkreis.de/aktuelles eingesehen werden.

 

Auf zahlreiches Erscheinen freut sich die Nabu - Ortsgrupe.

 

 

Tagesordnungspunkte:

 

 

 

1. Begrüßung

 

2. Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung

 

3. Totenehrung

 

4. Bericht des 1. Vors. 2015 und Vorschau 2016

 

5. Bericht des Rechners

 

6 Bericht der Kassenprüfer

 

5. Aussprache der Punkte 2 - 4

 

6. Entlastung des Vorstands

 

7. Wahlen

 

                a. Wahlleiter(in)

 

                b. 1. Vorsitzende(rin)n

 

                c. 2. Vorsitzende(rin)n

 

                d. Rechner(in)

 

                e. Schriftführer(in)

 

                f. Beisitzer(innen)

 

                g. Kassenprüfers

 

8. Verschiedenes

 

Im Anschluss der Versammlung präsentiert Siggi Hilbert den Vogel des Jahres 2016 (Stieglitz)

 

 

 

Schwalbenfreundliches Haus 2015

Die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“, begonnen 2011, wurde dieses Jahr zum 5. Mal durchgeführt:

Insgesamt bei Häusern angebracht wurden:

Doppelte Mehlschwalbennester über 150

Einfache Rauchschwalbennester über 10

Mehrfachnisthilfen für Mauersegler über 25

Angebrachte Kotbretter über 200m

Im Rahmen dieser Aktion wurden bereits 133 Häuser mit Plakette und Urkunde ausgezeichnet, besten Dank an die Schwalbenfreundlichen Hausbesitzer.

In 2015 mit Schwerpunkten am 16. und 17. Oktober wurden an 17 verschiedenen Häusern Aktionen für Mehlschwalben und Mauersegler durchgeführt. Mit einem Lkw mit Hebebühne wurden angebracht:

62 Doppelnester für Mehlschwalben = 124 Nisthilfen

10 Nisthilfen für Mauersegler

54 m Schwalbenkotbretter

Dazu wurden ca. 80 ehrenamtliche Arbeitsstunden eingebracht. Die angefallenen Materialkosten und Leihgebühren für den Lkw in Höhe von €2.500 wurden über Ausgleichsmaßnahmen der Unteren Naturschutzbehörde des Odenwaldkreises finanziert. Vielen Dank für diese finanzielle Unterstützung.

Nabu Exkursion zum MainÄppelhaus

Am 25.10.2015 unternimmt die NABU Ortsgruppe Bad König/Nieder-Kinzig eine Exkursion nach Frankfurt, Bergen - Enkheim. Wir wandern durch die Naturschutzgebiete Enkheimer Ried und Berger Hang zum Lohrberg. Dort befindet sich das MainÄppelhaus mit seinen Streuobstwiesen, Obst- und Bauerngärten. Nach einem kleinen Imbiss wandern wir von dort durch den Frankfurter Weinberg zurück nach Seckbach. Freuen Sie sich auf naturbelassene Grundstücke, Streuobstwiesen und herrliche Blicke auf Odenwald, Spessart, Taunus und das Rhein - Main Gebiet. Wir fahren mit der Odenwaldbahn und treffen uns um 9:45 am Bad Königer Bahnhof. Zurück sind wir gegen 19:30 Uhr.

Nähere Infos gibt es bei Klaus Hilbert Tel. 06063912455.

Anmeldung bis 21.10.2015 erforderlich.


Dank nochmals an alle Helfer die dafür gesorgt haben, dass wir am Streuobsttag rund 2000 € umsetzen konnten.

12. Odenwälder Streuobsttag

Natur und Kultur am Sonntag, dem 27.09.15 in der Pudermühle Nieder-Kinzig


09:30 Uhr  Streuobstwiesenführung um Nieder-Kinzig Theo Groh

11:00 Uhr  Von der Kinzig zum Amazonas...

                 --- Eine Stunde der Gitarre ---

                Volker Reichl geht mit der Gitarre auf eine musikalische Reise, die über das 

                Heimatland der Gitarre, Spanien, bis nach Südamerika führt.

12:00 Uhr   Mittagessen: Odenwälder Kartoffelsuppe                        

13:30 Uhr   2 Praktische Unterweisungen zum Obstbaumschnitt

                durch Karl Born an Obstbäumen um die Pudermühle

15:00 Uhr   Sortenausstellung Äpfel und Birnen  

                Vielfalt der Odenwälder Streuobstwiesen präsentiert von Theo Groh

                

Weiteres Programm:

Alte Bauernkunst - Dengeln und Wetzen von Sensen  Vorführungen durch Helmut Geidel

Vogelnistkästen und Fledermausquartiere -   Ausstellung und Bau einiger Vogelnistkästen

Keltern mit der historischen Anlage der Pudermühle

und Ausschank von süßem Most und Apfelwein.

Kaffee und Kuchen

 

Viel Spaß!                                              

Unter einem Dach – mit Glücksboten und

geschickten Flugkünstlern

NABU Ortsgruppe Zell erweitert Wohnungsangebot für Mehlschwalben


Mitglieder der NABU Ortsgruppe Bad König-Zell haben in Zell und Momart                           Nisthilfen für die Glücksboten angebracht.

Bei Familie Brohm in Zell wurden 2 Doppelnester mit dem dazugehörigen Kotbrett montiert.      Björn Brohm hatte Mitglieder des NABU Zell angesprochen, ob man nicht Schwalbennester           an seinem Haus anbringen könnte. Das von den Schwalben selbst gebaute Nest sei                  im vergangen Jahr leider von der Hauswand abgebrochen. Reparaturversuche bzw.                     der Neubau durch die Mehlschwalben sind gescheitert.

Dieser Wunsch ist umso bemerkenswerter, wollen die meisten Hausbesitzer doch keine    Schwalben an ihren Häusern haben. Björn Brohm sagt jedoch, ihm fehlt das Gezwitscher          und Geschwätz und außerdem, die Schwalben sind Glücksboten und gehören auf dem             Land zum Ortsbild.
Familie Brohm beherbergt auch ein Brutpaar Mauersegler.

Schon 14 Tage nach Anbringen der Nester, schauten die ersten Mehlschwalben schon               mal rein!

Bei Familie Grall in der Weiten-Gesäßer-Straße wurden ebenfalls 2 Doppelnester montiert.
Wie bei Brohm`s, sind die Naturnester vermutlich durch Erschütterungen abgebrochen, hervorgerufen durch die nah vorbeiführenden Straßen.

Beide Familien hoffen nun, dass die Glücksboten das Angebot für ein neues Zuhause             finden und Einzug halten.

Bedanken möchte sich die NABU Gruppe bei unserem NABU Mitglied der                               Firma Heizungsbau Heiko Winter aus Zell, für die kostenlose Bereitstellung der       Hubarbeitsbühne.

Damit die Schwalben auch weiterhin auf natürliche Art ihre Nester bauen können, haben    Mitglieder der NABU Gruppe in Zell eine Schwalbenpfütze mit Lehm angelegt, die in              diesem Jahr hervorragend angenommen wurde, bedingt auch durch die Trockenheit.

Bereits im vergangen Jahr haben Mehlschwalben bei Familie Weihert in der                 Schwalbenstraße in Momart das neue Wohnungsangebot gefunden. Kaum hingen die             Nester waren die Schwalben auch schon eingezogen. Ob es am Straßennamen hing?                Und weil dies so schnell und gut geklappt hat, hat die Familie in diesem Jahr das                 kostenlose Mietangebot um 2 weitere Nester erweitert.

Familie Weihert wurde im vergangenen Jahr für Ihr Engagement im Schwalbenschutz mit             der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ aus der Aktion des NABU Odenwaldkreises ausgezeichnet.

Wer den weiteren Rückgang der kleinen Flugkünstler verhindern möchte, der kann auf          einfache Weise helfen.
Informationen bei Fragen zum Schwalben- und Mauerseglerschutz gibt es bei der NABU     Ortsgruppe Zell unter der Telefon Nr. 06063 – 1575 oder beim NABU Kreisverband                   unter der Telefon Nr. 06061-4817.

Amphibiensaison 2015

Die Amphibiensaison ist beendet. Wie in jedem Jahr war der NABU Odenwaldkreis vielernorts unterwegs um die Hin- und Rückwanderung der Amphibien zu betreuen und so möglichst viele Tiere vor dem Strassentod zu bewahren. Dank der Unterstützung durch den WWF konnten einige Leitanlagen errichtet werden und in insgesamt 900 Stunden viele tausend Kröten, Molche und Salamander gerettet werden. Genaue Informationen und Zahlen finden Sie in der beigefügten PDF - Datei.

Amphibienrettung 2015 Odenwald
Amphibien 2015.pdf
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Einladungen zur Jahreshauptversammlungen der

OG Steinbuch-Michelstadt u. des Kreisverbands

Im März finden 2 Mitgliederversammlungen statt.

Sowohl die Ortsgruppe Steinbuch-Michelstadt als auch der Odenwälder Kreisverband laden ihre Mitglieder und Interessierte ganz herzlich zu den Jahreshauptversammlungen ein.

Nähere Informationen zu den Versammlungen finden Sie in den untenstehenden Dateien.

OG Steinbuch Michelstadt Einladung zur Versammlung
Einladung, Mitgliederversammlung OG Stei
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NABU KV Odenwald Einladung zur Versammlung
Einladung, Mitgliederversammlung NABU Od
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Einladung zur Jahreshauptversammlung

der Ortsgruppe Bad König/Nieder-Kinzig

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Nabu Ortsgruppe Bad König/Nieder-Kinzig findet am Dienstag, den 3.3.2015 im Gasthaus „Bäcker Adam“ in Nieder-Kinzig statt. Beginn der Versammlung ist um 20:00 Uhr.

Neben den üblichen Regularien wird Siggi Hilbert auch den Vogel des Jahres (Habicht) in einer kleinen Präsentation vorstellen. Auch Nichtmitglieder sind recht herzlich eingeladen.

Auf zahlreiches Erscheinen freut sich die Nabu-Ortsgrupe.

Aktion "Schwalbenfreundliches Haus"

Die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“, begonnen 2011, dieses Jahr zum 4. Mal durchgeführt, zusammen wurden bei Häusern angebracht:

Doppelte Mehlschwalbennester über 100

Einfache Rauchschwalbennester über 10

Mehrfachnisthilfen für Mauersegler über 10

Angebrachte Kotbretter über 150m

Im Rahmen dieser Aktion wurden bereits 116 Häuser mit Plakette und Urkunde ausgezeichnet, besten Dank an die Schwalbenfreundlichen Hausbesitzer.

Am 7. und 8. November 2014 wurden mit einem LKW mit Hebebühne an 5 verschie-denen Häusern Nisthilfen und Kotbretter angebracht, vorab wurden bereits 2 Mauer-seglerkästen an der evangelischen Kirche in Erbach angebracht.

So ergeben sich für 2014 folgende Zahlen:

40 Doppelnester für Mehlschwalben

3 Einzelnester für Rauchschwalben

2 Mauerseglerkästen (je 2 Nisthilfen pro Kasten)

54m Kotbretter wurden

Mehr als 50 Stunden wurden dazu ehrenamtlich von 4 NABU-Mitgliedern erbracht.

Hinweis zu den Fotos:

Höchst, Mlg.-Grumbach 710, 711

Brombachtal, Lg.-Brombach 713, 716

Michelstadt 721, 724

Erbach, Schönnen 726, 728

Reichelsheim, Eberbach 730, 732, 734

Vogelzugbeobachtung (Birdwatch)

am Sonntag, 05. Oktober 2014

Die Faszination des Vogelzuges live erleben

 

Steinbuch.  Es ist wieder soweit: Mehr als 50 Millionen Zugvögel verlassen ihre Brutgebiete in Deutschland, um eine Reise in wärmere Gefilde anzutreten. Zusätzlich ziehen noch Millionen Vögel aus Nordeuropa auf ihrem Weg in die Winterquartiere über Deutschland hinweg oder machen hier Rast, um für den Weiterflug Kräfte zu sammeln.

 

Viele Vogelarten haben sich bereits versammelt oder sind schon auf dem Weg in den Süden. Anlässlich dieses Naturschauspiels findet auch in diesem Jahr wieder das „Europäische Wochenende des Vogelzuges“ (European Birdwatch) statt.

 

Die Veranstaltung soll den Teilnehmern die Faszination des fast ganzjährig stattfindenden Vogelzuges näher bringen. Darüber hinaus will der NABU aber auch die Arten und die Anzahl der Zugvögel, die über Deutschland ziehen oder hier rasten, bestimmen und dokumentieren.

 

Manchen Zugvögeln, wie dem Hausrotschwanz oder dem Rotmilan genügt ein Trip in mediterrane Regionen, andere wie Rauch- und Mehlschwalben fliegen bis ins südliche Afrika. Die meisten, der in langen Ketten vorüber ziehenden Kraniche dagegen, sind nur Durchzügler aus nördlich gelegenen Brutgebieten.

 

Wer schon immer einmal wissen wollte, welche Vogelarten zur Zugzeit zu beobachten sind und wie man ziehende Vögel in einem Schwarm identifizieren kann, hat die Gelegenheit, sich der kostenlosen Exkursion des NABU Odenwaldkreises anzuschließen.

Unter der fachkundigen Leitung der Ornithologen, Frank Philip Gröhl, Riedstadt

und Bernd Petri, Büttelborn treffen wir uns am Sonntag, 05. Oktober 2014

 

ab 07.30 Uhr      Parkplatz „Tränkfeldeiche“ an der K49 Erbach -  Mossautal,

 

                        von hier zu Fuß ca. 300m nach Süden, an der „Tränkfeldeiche“

                        vorbei,Richtung der WEA auf dem „Geisberg“, am rechten

                        Waldrand ist danndie Beobachtungsstelle

 

ab 11:00 Uhr      ist eine Mittagsrast geplant, „Daumsmühle“ in Unter-Mossau

 

ab 13:30 Uhr      Fortsetzung der Vogelzugbeobachtungen in Beerfelden am

                        Galgen

 

ca. 18:00 Uhr     Ende der Vogelzugbeobachtungen

 

Jeder, der Lust hat, kann über den gesamten Tag hinzustoßen.

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Fernglas, (evtl. ein Spektiv) und ein Bestimmungsbuch für Vögel wären hilfreich.

Weitere Auskünfte erteilt Gerhard Germann unter der Telefon Nr. 06061 – 4817

Infoblatt zur Vogelzugbeobachtung
Birdwatch 2014 I.pdf
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OG Nieder-Kinzig errichtet Steinhaufen

Neues Biotop auf ehemaligen Müllplatz

Die Nabu Ortsgruppe Bad König/Nieder- Kinzig hat auf dem ehemaligen Müllplatz in Ober - Kinzig einen neuen Lebensraum für Insekten, Amphibien und Kleinsäuger errichtet. In mühevoller Kleinarbeit wurden Bruchsteine gesäubert, transportiert und zu einem Steinhaufen aufgesetzt. Neben einem vom Verein und der Ober - Kinziger Jugendfeuerwehr vor 20 Jahren angepflanzten Vogelschutzgehölzes auf städtischem Gelände, können sich jetzt Tierarten wie das Mauswiesel, Zauneidechse, Blindschleiche, Insekten und Vögel ausbreiten. Die OG bedankt sich bei dem Organisator Adam Vay, und dem Spender der Steine Reinhold Martin. Beide zeichnen sich für den Aufbau des Steinhaufens verantwortlich. Danken möchten wir auch der Fa. Florian Lösel Bau, die den Transport der Steine kostenlos übernommen hat, sowie der Stadt Bad König und dem MZVO.

Die Ortsgruppe weist darauf hin, dass durch den Bau eines Steinhaufen im eigenen Garten ein sinnvoller Beitrag zur Erhaltung unserer Natur geleistet wird. Gerne steht der Nabu mit Information und Rat den Erbauern zur Seite.

Auf dem Bild sind neben Bürgermeister Veith, Klaus Hilbert, Adam Vay mit Enkel Phillip vom Nabu und Reinhold Martin zu sehen.

Amphibiensaison 2014

 

An 10 Straßenabschnitten wurden durch Koordination des NABU-KV-Odenwaldkreis und einiger NABU-Ortsgruppen zahlreiche Amphibien vor dem Straßentod bewahrt. Ohne den engagierten Einsatz von ca. 50 Helferinnen und Helfern, oft bei Regenwetter und auch teilweiser Lebensgefahr, wäre dies nicht möglich gewesen, so können wir mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein.

 

Den Aktiven sei herzlichst gedankt, jedoch auch den beiden Sponsoren Pirelli-Deutschland und dem WWF-Deutschland. Mit deren finanzieller Unterstützung konnten weitere 900m temporäre Amphibienschutzzäune angeschafft werden, dazu zur Sicherheit der einsammelnden Personen Pannenleuchten, Stirnlampen mit rotem Blinklicht nach hinten, blaue Blinklämpchen und Warnwesten.

 

Ca. 4.000m temporäre Schutzzäune waren dazu installiert und allabendlich und teilweise morgens (wo Eimer eingegraben waren) kontrolliert. Für die Aufstellung dieser Zäune lagen die Genehmigungen von Hessen-Mobil, die Straßenmeistereien wurden dazu informiert. Insbesondere der Straßenmeisterei Bad König danken wir hiermit für die gute Zusammenarbeit.

 

 

Kurze Zusammenfassung der geretteten und totgefahrenen Amphibien:

 

   
 
Amphibienart gerettet Straßentod
Erdkröte     9011       557
Grasfrosch      55       16
Springfrosch      23         1
Bergmolch     343          18
Teichmolch     9          -
Fadenmolch     1          -
Grünfrosch     3          -
Feuersalamander  507         71

 

Gesamt                                             9952                                    663

 

 

Willkommen sind noch weitere Helfer/innen im nächsten Jahr, wer also helfen möchte, bitte melden bei:

Gerhard Germann, Am Rehtor 11, 64720 Michelstadt, 06061-4817

E-Mail: NABU-Germann@web,de

Straßenrettung, gemeinsame Aktion NABU - Pirelli und WWF Deutschland

 

Seit vielen Jahren koordiniert der NABU-Odenwaldkreis das Aufstellen von Amphibienleitanlagen und das Einsammeln der wandernden Amphibien. So werden an 10 Straßenabschnitten über den Odenwaldkreis verteilt, temporäre Zaune aufgestellt. In den Abend- bis Nachtstunden sind zahlreiche Helfer und Helferinnen im Einsatz, durch den starken Straßenverkehr nicht ohne Gefahr für die eigene Gesundheit und Leben. Deshalb hat es sich der NABU-Odenwaldkreis zur Aufgabe gemacht, für die Sicherheit zu sorgen. So werden an allen Straßenabschnitten wo Personen im Einsatz sind Pannenleuchten aufgestellt und blaue Blinklichter getragen, Kopflampen mit roten Rückleuchten halten die Hände zum Einsammeln frei und sichern nach hinten nochmals ab. Zusammen mit den angeschafften 1.100m temporären (Folienzäune) Leitanlagen kam eine stattliche Investitionssumme zusammen, dies konnte nur durch eine kräftige finanzielle Unterstützung von Pirelli- und WWF- Deutschland realisiert werden. So übernahm Pirelli Deutschland die Kosten für 400m Amphibienzaun an der B 426, gegenüber dem Firmengelände von Pirelli, am Abzweig nach Sandbach. Für die Sicherheitsmaßnahmen, sowie weiteren Amphibienzäunen übernahm der WWF-Deutschland die Kosten.

Pirelli- Deutschland und WWF- Deutschland mit seinem Projekt „Wildes Deutschland“ dankt der NABU-Odenwaldkreis und allen freiwilligen Helfer und Helferinnen, so konnte die Sicherheit somit stark verbessert werden.

Die Hauptmaßnahmen finden an der B 426 bei Sandbach und an der B 47 bei der „Spreng“ statt, die anderen werden durch vorhandene Zäune abgesichert, die Sicherheitsmaßnahmen werden dort auch durch den WWF ausgebaut.

 

Anbei noch einige Fotos zur Aufstellung des Zaunes an der „Spreng“ und
vom Aufbau an der B 426 :

 

Bitte auf Fledermäuse achten

Dieser viel zu milde Winter war für alle winterschlafenden Tiere eine enorme Belastung. Das sich bei Tieren in der Hibernation (Winterschlaf) immer mal wieder die langen Ruhephasen mit einem kurzen Erwachen abwechseln ist vollkommen normal – dauerhaft zu milde Temperaturen o. Schwankungen hindern das Tier allerdings daran wieder in einen richtigen Winterschlaf zurück zu fallen (es wird nur ein kräftezehrender Dämmerzustand erreicht) und die energieraubenden Wachphasen häufen sich. Beides belastet den Stoffwechsel , wirkt kräftezehrend und läßt die wenn überhaupt noch vorhandenen Fettreserven (braune Fettgewebe zwischen den Schulterblättern)schnell schwinden. Bei jedem Aufwachen leistet der Organismus enorme Arbeit – die Körpertemperatur wird erhöht durch Steigerung der Atemtätigkeit, Zunahme der Muskeltätigkeit und Beschleunigung des Blutstroms, die Herzschlagfrequenz wird gesteigert, Hormone (Adrenalin) werden ausgeschüttet, der Blutzuckerspiegel steigt usw.
Manche Tiere, die jetzt wach werden machen sich dann meist bereits sehr geschwächt vergeblich auf die Suche nach Futter u. Trinken und bleiben dann entkräftet irgendwo hängen bzw liegen. Besonderes gefährlich ist dann der Flüssigkeitsmangel u. die Gefahr der Dehydrierung ist sehr groß.


Deshalb nochmal unsere Bitte:
Solltet ihr jetzt eine Fledermaus finden,
• die tagsüber an der Hauswand hängt,
• auf dem Boden liegt oder
• verletzt ist
dann nehmt das Tier vorsichtig mit Handschuhen! (oder einem Handtuch) auf und bringt es zunächst einmal in einen kleinen Karton unter. Beim Bergen bitte das Tier vollständig umfassen damit es nicht aus Angst mit den Flügel schlägt und sich verletzt. Diesen am besten mit Küchenrollenpapier und Stoff (darf nicht fasern!!) auslegen und samt Fledermaus an einen dunklen Ort bringen. Desweiteren ist es für die Fledermaus überlebenswichtig eine hohe Luftfeuchtigkeit zu haben, sonst trocknen die Flügel und Ohren aus. Entweder stellt dazu eine Wasserschale außerhalb des Fledermausbehältnisses auf (damit sie nicht ertrinkt) oder sprüht mit einem Wassersprüher ein Handtuch feucht und hängt dies über das Behältnis in dem die Fledermaus untergebracht ist. Auf jeden Fall muss man darauf achten, dass der Karton gut schließt, jedoch eine ausreichende Luftzufuhr hat. Und dann bitte sofort eine Wildtierpflegestation kontaktieren oder über den bundesweiten Fledermausnotruf einen Pfleger suchen. In jeder größeren Stadt gibt es Fledermauspfleger , auch die Naturschutzbehörden o. die NABU Ortsgruppen haben meist Adressen.
Mehr zu den Erste Hilfe Maßnahme bei einer gefundenen Flaus << hier <<

 

Schwalbenaktion 2013

 

Am 1. und 2. November 13 wurden wieder an einigen Häusern, die zuvor als Schwalbenfreundliches Haus ausgezeichnet wurden, Nisthilfen und Kotbretter angebracht.

Das 100. ausgezeichnete Haus ist die Grundschule in Sandbach, hier begann am Freitag 1.11. die Aktion mit einem Klein-Lkw. mit Hebebühne. Insgesamt wurden in 8 Gemeinden an 11 Häusern Nester und Kotbretter angebracht.

29 Doppelnester für Mehlschwalben

5 Einzelnester für Rauchschwalben

4 Mauerseglernisthilfen mit je 2 Brutkammern.

Ca. 80m Kotbretter

Mit 3 verschiedenen Arbeitsgruppen aus Breuberg, Nieder Kinzig, Zell und Steinbuch konnten die Maßnahmen für Schwalben und Mauersegler durchgeführt werden. Dank gilt an erster Stelle diesen fleißigen Helfern, trotz des nicht gerade günstigen Wetters konnte doch ein Großteil der geplanten Maßnahmen umgesetzt werden. Was wir dieses Jahr nicht schafften, in Mümling Grumbach und Nieder Kainsbach, werden wir im Kommenden als erste Maßnahme durchführen.

Ganz herzlich möchten im „Namen der Schwalben und Mauersegler“ den Hausbesitzern danken, dulden sie doch diese lieben Frühlingsboten an ihren Häusern.

Aufruf zur Mitarbeit für das Gelbbauchunkenprojekt

 

Der NABU Odenwaldkreis bittet um mithilfe bei den Arbeitseinsätzen in der Grünschnittkompostierungsanlage!

 

Unsere NABU Aktiven treffen sich wieder an folgenden Samstagen zu den Arbeitseinsätzen in der Grünschnittkompostierungsanlage in Brombachtal:

 

19. und 26. Oktober sowie am

09. November 2013

jeweils von 09:00 - ca. 12 Uhr

 

folgende Arbeiten müssen/sollen, sofern das Wetter mitspielt erledigt werden:

- Mäharbeiten      bereits teilweise erledigt
- Zusammenrechen des Mähgutes und Beseitigung    bereits teilweise erledigt
- evtl. kleine Baumfällarbeiten
- säubern um die Anpflanzungen
- Ausgraben der Bottiche         bereits erledigt
- säubern der Gräben von Algen und anderem Bewuchs
- Einbringung von Ton und dessen Modellierung
- und vieles andere mehr
 
Wenn Sie Interesse am Amphibienschutz haben und sich gern körperlich betätigen wollen, dann melden Sie sich bitte an der unten angegebenen Kontaktadresse - wir freuen uns!
Jede helfende Hand ist wichtig!
 
Damit die Helferzahl pro Samstag in etwa koordiniert werden kann, bitte Rückmeldung an Gerhard Germann 06061-4817 oder NABU-Germann@web.de

 

 

 

Birdwatch

Auch dieses Jahr lud der Naturschutzbund Odenwaldkreis (Nabu) wieder zum alljährlichen Birdwatch ein. Dem Aufruf folgten rund 20 unverdrossene Vogelfreunde, um in zwei Etappen mit Notizblock und Fernglas am Odenwälder Himmel nach Vögeln Ausschau zu halten. Von 7.30 bis etwa 11 Uhr versammelten sie sich auf der Nonroder Höhe in der Nähe von Fränkisch-Crumbach, am Mittag ging es dann an den Sendemast beim Brombachtaler Ortsteil Böllstein. Ihre Vogelzählung unternahmen die insgesamt rund 20 Beobachter innerhalb des World- und des Euro-Birdwatch-Tags, bei dem jeweils länderübergreifend Bewegungen und Vorkommen von Vogelarten erfasst werden.

1014 Vögel und 25 verschiedene Vogelarten machten die Helfer aus. Der am häufigsten beobachtete Vogel war der Buchfink, gefolgt von Dohle, Feldlerche, Star und Wiesenpieper.

Das ist im Vergleich zu den Vorjahreserhebungen kein schlechtes Ergebnis. Seit drei Jahren nimmt der Nabu Odenwaldkreis an Birdwatch teil, in dieser Zeit wurden im Durchschnitt bei jeder Zählung etwa 1500 Vögel und 37 Arten beobachtet. Um bei der Gesamtauswertung keine Ungereimtheiten entstehen zu lassen, werden die Wetterverhältnisse mit erfasst und fließen entsprechend in die Auswertung ein.

Ergebnisse 2013:

                                            Nonrod                   Böllstein

Amsel
          1             
           0
 
Bachstelze
          1
          39
 
Buchfink
         51
        500
 
Dohle                              
          0          
          84           
 
Eichelhäher
          1
           0
 
Feldlerche
         58
          24
 
Feldsperling
          0
          14
 
Goldammer
         16
           0
 
Grünfink
          5
          44
 
Grünspecht
          2
           0
 
Hausrotschwanz
          1
           1
 
Heidelerche
          0
           5
 
Hohltaube
          0
           1
 
Kleiber
          0
           1
 
Kohlmeise
          2
           3
 
Mäusebussard
          1
           1
 
Misteldrossel
          3
           2
 
Rabenkrähe
         19
          19
 
Ringeltaube
          1
          35
 
Rotkehlchen
          2
           1
 
Star
          9
          29
 
Turmfalke
          1
           0
 
Wacholderdrossel
          1
           0
 
Wiesenpieper
          6
          28
 
Zilpzalp
          1
           1
 
          182
         832
     1014

Kontrolle / Reinigung von Fledermauskästen des NABU Steinbuch-Michelstadt

 

Die NAJU-Steinbuch hat in ihrer Gruppenstunde am 3. November mit dem NABU-Steinbuch-Michelstadt an zwei Gebieten die aufgehängten Fledermauskästen kontrolliert und gesäubert. Wegen des vermeintlichen „Sauwetters“ waren nur 9 Kids dabei und 3 Erwachsene, die Erwartungen waren witterungsbedingt sehr niedrig. Es kam jedoch mal wieder anders als man denkt, der Regen hörte bald auf und die angetroffenen Fledermäuse übertrafen alle Erwartungen. So wurden in 15 verschiedenen Fledermauskästen 20 Große Abendsegler entdeckt, darunter einer mit einem Ring!! Der Ring wurde abgelesen, dazu mussten wir diesen Großen Abendsegler aus dem Kasten nehmen. Ob dieser großen Seltenheit eine Fledermaus mit Ring zu finden, wollten wir natürlich wissen, wo wurde dieser Große Abendsegler beringt. Auf dem Ring stand „Dresden“ und eine Nummer, das heißt nicht automatisch, dass die Fledermaus in Dresden beringt wurde. So wurde also nachgefragt, das Ergebnis:

Am 31.07.2010 im Carmzower Wald, Landkreis Uckermark, Brandenburg beringt,

Flugstrecke bis nach Steinbuch 540km.

Außer diesen Großen Abendseglern wurde jedoch auch noch Fledermauskot von anderen Fledermausarten gefunden, so von kleinen Fledermäusen aber auch ähnlich großen wie den Abendseglern wie der Kot in unterschiedlichen Farben zeigt.

Es war also eine erlebnisreiche Gruppenstunde der NAJU, - auch bei schlechtem Wetter gibt es immer wieder Überraschungen in der Natur.

Mit der LKW- Hebebühne LG 198 vom Weißstorch zu den Mehlschwalben

 

Im Rahmen der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ waren einige aktive NABU´ler der NABU-OG´s Breuberg, Steinbuch-Michelstadt und dem NABU-Kreisverband mit einer fahrbaren Hebebühne am Samstag 10. November, trotz Dauerregen für die Vogelwelt im Einsatz. Nachdem das Fahrzeug von Bernhard Saul und Karl Marquardt aus Groß Umstadt an den Einsatzort in Breuberg, Rai-Breitenbach gebracht wurde, konnte die Arbeit an der Storchenplattform begonnen werden. Es ging darum, auf die bereits auf einem Mast stehende Plattform, einen geflochtenen Untergrund für den zu erwartenden Weißstorch aufzubringen. Trotz der widrigen Umstände gelang es noch zusätzlich einen Brutkasten für den Turmfalken an dem schwankenden Mast anzubringen. Beide Akteure waren ersichtlich froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, so konnte ein freundlicher Landwirt das Fahrzeug mit seinem Traktor wieder auf festen Boden ziehen.

Von da ging es dann weiter nach Höchst um Kotbretter und die Kunstnester für Mehlschwalben zu säubern. Danach konnten Bernhard Saul und Karl Marquardt zurück nach Hause um sich der nassen Kleider zu entledigen. Gerhard Germann fuhr dann mit dem Fahrzeug nach Rehbach, hier kamen dann Gerd Reichert und Michael Tondorf vom NABU-Steinbuch-Michelstadt zum Einsatz. So wurden neben ca. 18m Kotbrettern noch 4 Doppelnester für Mehlschwalben am Haus von Herrn Johann Adam Germann angebracht. Mit Freude berichtete der Hausbesitzer von 28 brütenden Mehlschwalben in diesem Jahr, als Ergänzung noch von mindesten 28 Fledermäusen die abends aus dem Haus flogen. So könnte 2013 neben der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ noch die Plakette „Fledermausfreundliches Haus“ auf den Tierliebhaber hinweisen.

Witterungsbedingt konnten allerdings nicht alle Vorhaben an diesem Tage ausgeführt werden, trotzdem sind wieder vielerorts die Mehlschwalben als Frühlingsboten im kommenden Jahr willkommen.

 

Zwischenbericht über die Arbeitseinsätze in der Grünschnittdeponie

Neben den jährlich wiederkehrenden Arbeiten wie mähen und Rückschnitt von Gehölzen steht in diesem Jahr die Umsetzung des bundesweiten „NABU-Großprojekt zur Rettung der Gelbbauchunke im Vordergrund. Die Umsetzung der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit dem Jahr 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt (BPBV) unterstützt. So wird in Hessen an drei verschiedenen Orten, einer davon ist die Grünschnittkompostierungsanlage (ehemaliger Granitsteinbruch) in Kirch-Brombach, das Gelbbauchunkenprojekt durch den NABU-Odenwaldkreis umgesetzt. Die Primärlebensräume der Gelbbauchunken sind dynamische Fließgewässer mit ihren wechselnden Auenbereichen. Dort entstehen durch Hochwässer immer neue Rohbodenflächen und sonnenexponierte Kleinstgewässer, welche Gelbbauchunken für eine erfolgreiche Fortpflanzung benötigen. Da diese Auenlandschaften immer seltener wurden, kommt dieser Lurch heute meist nur noch in vom Menschen geschaffenen Sekundärlebensräumen vor, dazu zählen Steinbrüche, solange diese in Betrieb sind. So wurden um 1980 in dem Granitsteinbruch 300 – 400 adulte Gelbbauchunken gezählt, mit der Auflassung des Steinbruches, nahm die Verbuschung und Verkrautung explosionsartig zu, damit ging der Lebensraum für die Gelbbauchunken nach und nach verloren. Um nun den Lebensraum wieder herzustellen, sind verschiedene Maßnahmen zur Offenhaltung und Herstellung von Kleinstgewässern notwendig. Dies wird Schritt für Schritt durch den NABU-Odenwaldkreis seit ca. 6 Jahren vollzogen, mit dem Ziel eine Population zu bekommen, die eine Ausbreitung in andere Gebiete bis zur Mümling oder Gersprenz zur Folge hat.

So werden z. Zt. viele kleine Laichplätze für die Laichsaison 2013 mit Ton „modelliert“. Dazu sind 24 t Ton angefahren worden, der jetzt auf dem Gelände an geeigneten Stellen verteilt wird. Erstaunlich, dass zu dieser Jahreszeit immer noch Gelbbauchunken zu beobachten sind, allerdings bei Temperaturen über 20°C am 20. Oktober, auch nicht verwunderlich.

So wurden bis jetzt an 3 Samstagen über 60 Arbeitsstunden geleistet, am 19. Oktober unterstützt durch die NAJU-Steinbuch-Michelstadt, und weitere Amphibienfreunde/innen. Nun stehen noch 3 Arbeitstage für 2012 an, was diese Einsätze gebracht haben, wird sich dann ab Mai in 2013 zeigen. Neben den Gelbbauchunken profitieren natürlich andere Amphibien und Reptilien und Libellen von diesen Maßnahmen

Das Birdwatch Wochenende mit dem NABU Odenwaldkreis

 

Bericht von Lothar Müller

 

Der Tag begann auf der Rehbacher Höhe mit sehr starkem Regen und

böigem Wind, was uns einen Aufenthalt ausserhalb des Autos nicht erlaubte.

Aber auch aus dem Auto heraus konnten wir einige gute Beobachtungen

machen, u.a. Rabenkrähen und Dohlen, die von ihrem Schlafplatz in Michelstadt jetzt über die Felder zogen.

Auch Buchfinken, Feldlerchen und Stare liesen sich von dem schlechten Wetter nicht aufhalten.

Gegen 09:00 Uhr lockerte der Himmel dann auf und der Regen lies allmählich nach.

Der Wind blies jedoch nach wie vor recht kräftig aus nordwestlicher Richtung.

Ab jetzt kam aber Leben um uns herum und wir konnten einige gute Beobachtungen machen, so z.B. Rohrammer, Rauchschwalben, Schafstelze, Wiesenpieper, Sperber und Wanderfalke.

Ab 11:00 Uhr legten wir eine wohl verdiente Pause ein, um ab 13:30 Uhr auf der Nonroder Höhe unsere Beobachtungen fortzuführen. Hier hatten sich bereits einige Beobachter eingefunden und die Schar der Schaulustigen nahm stetig zu.

Nur die Vögel verspürten wohl keine grosse Lust uns an ihrem Zugschauspiel

teilhaben zu lassen.

Trotzdem war es, unter dem Strich gesehen, eine tolle Veranstaltung. Ein erfüllter Tag in der Natur mit schönen Begegnungen und Gesprächen und vielen neuen Eindrücken, wie es eine begeisterte Teilnehmerin abschließend sehr treffend formulierte.

Unser Dank gilt noch dem Experten, Herrn Frank Philip Gröhl aus Riedstadt, der uns mit seinem grossen Wissen über den Tag begleitete.

Ebenso den stillen Helfern im Hintergrund.

Ergebnisse 2012

 

 Arten                            Rehbach                 Nonrod

Amsel

5

        3

Bachstelze

78

        2 

Bergfink 

 1

 

Bergpieper

 

          1 

Blaumeise

 1

 

Bluthänfling 

       20

         10

Buchfink

    262 

       175

Buntspecht 

 

          4

Dohle 

      83 

          1 

Elster

       2

 

Erlenzeisig 

       

       15 

Feldlerche

     162

      166

Feldsperling 

6

 

Goldammer 

        7

         18 

Graugans

 

       16 

Graureiher

2 

 

Grünfink 

51

        2

Grünspecht 

 

        1

Hausrotschwanz 

 

          1 

Heidelerche 

 

          2 

Hohltaube 

 

        14 

Kohlmeise

2

          3

Mäusebussard 

4

       15 

Misteldrossel 

 7 

 

Rabenkrähe

        136

          9 

Rauchschwalbe

 4 

 

Ringeltaube 

 

         37 

Rohrammer 

  2 

          1

Rotkehlchen 

 1 

 

Rotmilan 

       5

          1 

Schafstelze 

       1 

 

Singdrossel

11 

        1

Sperber 

 1 

        2 

Star 

        81

       25

Turmfalke

  3 

        5 

Wanderfalke 

 1

 

Wiesenpieper

 17

       20 

 Summe                               956                     550              = 1506 Vögel

 

Zusammenfassung:

 

Jahr                     Teilnehmer                     Vogelarten

 

2010                           20                                  27

2011                           26                                  31

2012                           37                                  37

 

Hier einige Impressionen vom Birdwatch Wochenende:

(zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken)

Arbeitseinsatz in der Grünschnittdeponie - Helfer sind herzlich willkommen!

 

Unsere NABU Aktiven treffen sich an folgenden Samstagen in der Grünschnittdeponie in Brombachtal

  

06., 13., 20. und 27. Oktober sowie am 03. November 2012

 

jeweils von 09.00 - ca. 12.00 Uhr

 

folgendes muss/soll erledigt werden

- Mäharbeiten, Zusammenrechen und teilweise Entfernung des Mähgutes

- kleine Baumfällarbeiten

- säubern um die Anpflanzungen

- Ausgraben der Bottiche

- säubern der Gräben

- Einbringung von Ton

- und vieles andere mehr

 

Am 20.10. wird Herr Dominik Heinz, Projektleiter vom NABU Hessen mit dabei sein.

 

Damit die Helferzahl pro Samstag in etwa koordiniert werden kann,

bitte Rückmeldung an Gerhard Germann 06061-4817 oder NABU-Germann@web.de

 

Jede helfende Hand ist wichtig - wenn Sie Interesse an Amphibien haben und sich gern körperlich betätigen dann melden Sie sich bitte an dem oben angegebenen Kontakt - wir freuen uns über jeden der mitmacht!

Quelle: NZO
Quelle: NZO

Neue Besetzung des Stiftungsvorstandes und des Stiftungsbeirats im NZO Naturschutzzentrum

 

Am 29. August 2012 wählte der Beirat des Naturschutzzentrums Odenwald einen neuen Vorsitzenden und Stellvertreter und berief einen neuen Vorstand ein. 

Der Vorsitzende des NABU Odenwaldkreis Herr Gerhard Germann ist nun auch Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, als Stellvertreterin wurde Frau Andrea Aurich gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Herr Lothar Müller und Frau Christina Schlingmann.

 

Den Vorsitz des Stiftungsbeirats übernahm nach Wahl Herr Bernhard Saul, als Stellvertreter wurde Herr Sascha Böhm gewählt.

Weitere Mitglieder im Stiftungsbeirat sind:

Uwe Veith (Bürgermeister der Stadt Bad König – Stifterin), Günter Arnold, Hermann Brodbeck, Peter M. Dietz, Klaus Hilbert, Werner Hildwein, Werner König, Martina Limprecht, Walter Scharmann, Dr. Susanne Scholz, Dr. Helmut Trautmann, Petra Vogler und Peter Wassenaar.

Damit endete nun für die beiden scheidenden Vorsitzenden Werner Horn (Vorstand) und Karl Rapp (Beirat)  ihr 12- jähriges großartiges Engagement im Sinne der Stiftung. Beide wurden durch die Versammlung zu Ehrengäste ernannt.

Sie bleiben dem NZO aber weiterhin eng verbunden, Herr Werner Horn wird weiter als Leiter der Arbeitsgruppe Waldameisenschutz tätig sein und auch Herr Karl Rapp steht, solange es seine Gesundheit zulässt, auch in Zukunft selbstverständlich mit Rat und Tat zur Verfügung.

Windkraftanlagen im Odenwald

NABU Positionspapier Windenergie

Natur- und artenschutzfachliche Grundsätze

 

Um den Anforderungen des internationalen Klimaschutzes gerecht zu werden, CO2-emittierende Kohlekraftwerke sowie die Risikotechnologien der Atomkraft überflüssig zu machen und gleichzeitig negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu verringern, bekennt sich der NABU zugunsten einer notwendigen Energiewende zu einem naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien; z. B. der Windkraft.

Natur- und Artenschutz auf der einen sowie Umweltschutz auf der anderen Seite müssen wertgleich betrachtet werden, da es konfliktfreie Windenergiestandorte nur selten gibt. Dies gilt insbesondere für ein Naherholungsgebiet und waldreicher Mittelgebirgslandschaft wie dem Odenwaldkreis. Raumordnung und Regionalplanung haben hierbei eine besondere Steuerungsrolle, im Zuge der in Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden Windkraft-Tabuzonen festzulegen sind.

NABU-Forderungen/ Ausschlussgebiete

Über die Naturverträglichkeit der Windenergienutzung entscheidet in erster Linie die Standortwahl.   Um Konflikte mit Menschen und Tieren, hier insbesondere Vögeln und Fledermäusen zu vermeiden, sind im Odenwaldkreis folgende Standorte für die Windenergienutzung auszuschließen [Mindestabstände jeweils 1.000m zu Brutplätzen bestimmter Vogelarten (s. LAG-VSW: Abstandsregelungen für Windkraftanlagen), auch zu Einzelhäusern und Weilern]

 

  • Naturschutzgebiete
  • EU-Vogelschutzgebiete (EU-VSGs) mit einer Größe von weniger als10.000 Hektar  (VSG 6420-450 Südlicher Odenwald)
  • Zugkorridore, die im besonderen Maße von der ziehenden Vogelwelt frequentiert werden sowie
    Überregional bedeutsame Vogelzugwege in Mittelgebirgsbereichen ( z. B. freie Bergkuppen in
    Waldlandschaften)
  • Überregional bedeutsame Brut- und Rastplätze (z. B. Feuchtgebiete, Seen und Hochflächen)
    europaweit geschützter Arten (u. a. Rotmilan, Schwarzmilan, Baumfalke, Wanderfalke, Reiher,
    Wespenbussard, Kolkrabe, Uhu und Kranich), bei denen konkrete Beeinträchtigungen durch
    Windenergieanlagen zu befürchten sind
  • Besonders wertvolle Waldgebiete (u. a. Laubwald-Altholzbestände, hier z. B. das FFH-Gebiet 6218-302 „Buchenwälder des vorderen Odenwaldes“, Sonderstandorte wie Prozessschutzflächen, historisch alte Wälder)
  • Brut- und Nahrungsgebiete des Schwarzstorches unter besonderer Berücksichtigung der räumlichen Dynamik der Vorkommen (Mindestabstand 3.000m). Häufige Beobachtung einzelner Schwarzstörche im Bereich Hesseneck, VSG-Gebiet.
  • Überregional bedeutsame Vorkommen von kollisionsgefährdeten Fledermausarten
  • Minimierung von störenden Effekten bei der Landschaftswahrnehmung, wie durch akustische und optische Wirkungen (Schattenwurf, Schallemissionen, Hinderniskennzeichnungen, Befeuerungen) auf die Möglichkeiten der Erholung und Naturerfahrung in den Wäldern des
    Naherholungsgebietes Odenwald.

 

Um negative Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse zu minimieren, sollen u. a. geeignete Konfigurationen von Windenergieanlagen (Aufreihung parallel und nicht quer zu den Hauptflugrichtungen) bereits bei den Planungen berücksichtigt werden.

Die Erfassungen der Vogelwelt und der Fledermäuse bei Windenergievorhaben sollen nach den Untersuchungsempfehlungen der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und des Saarlandes sowie der NABU-Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz in Hessen (AGFH) umgesetzt werden.

Die Bereitstellung von 2% der Landesfläche für WKA wird hinsichtlich der Umsetzung sehr kritisch gesehen. In Verbindung mit den Handlungsempfehlungen des Hessischen Wirtschaftsministeriums und des Hessischen Umweltministeriums zu raumbedeutsamen WKA vom 31.05.2010 führt bei der Erstellung des Regionalplanes dazu, dass vorzugsweise unzerschnittene großräumige Gebiete, insbesondere großflächige Waldareale beeinträchtigt werden. Dies betrifft den Odenwald in besonderer Weise, dessen Wert für die stille landschaftsgebundene Erholung und den überregionalen Biotopverbund liegt.

Die planerische Steuerung für WKA muss in die für Mensch und Natur konfliktärmsten Räume gelenkt werden. WKA-Standorte sind in den Regionalplänen vorrangig in vorbelasteten Gebieten darzustellen (Industriegebiete, in ihrer Naturausstattung bereits entwertete Gebiete, Gebiete, die durch Straßen- und Bahntrassen zerschnitten sind).

 

Michelstadt, 15.04.2012

gez.: Gerhard Germann

Vorsitzender NABU-Odenwaldkreis

Eröffnungswanderung des NABU Kreisverbandes Odenwaldkreis zu "Waldbrütenden Dohlen" und in das FFH Gebiet "Grünlandbereiche östlich von Brensbach" am Sonntag 14. April 2012 

 

Am Sonntag, 14.04.2012 trafen sich um 9 Uhr am Parkplatz Abzweig nach Wallbach 20 Personen, um an der ersten Wanderung des NABU Odenwaldkreises im Jahr 2012 teilzunehmen.

Der tags zuvor in seinem Amt für weitere 4 Jahre bestätigte, 1. Vorsitzende des NABU Odenwaldkreises, Herr Gerhard Germann aus Steinbuch, begrüßte die Teilnehmer und erklärte zunächst den Vogel des Jahres 2012 – die Dohle.

Er stellte die Dohle, die wie alle Rabenvögel zu den Singvögeln gehört, in einem Kurzporträt vor. Während die Anwesenden seinen Ausführungen lauschten, gaben die überfliegenden Dohlen, als wären Sie vom Referenten bestellt, ihre Größe zum Vergleich z.B. zur Rabenkrähe und die markante Stimme leibhaftig zum Besten.

Nach einer Verlobungszeit im ersten Lebensjahr, erfolgt eine lebenslange Bindung. Für Nachwuchs wird ab dem 2. Lebensjahr, mit in der Regel 4 – 5 Jungvögeln gesorgt. Am liebsten lebt die Dohle in Kolonien in alten Gemäuern, Kirchtürmen, Dachstühlen, ja sogar in Schornsteinen. Andere brüten in Felswänden von Steinbrüchen.

Aber auch, wie wir im Anschluss sehen konnten, sind sie die Nachmieter in Höhlen des Schwarzspechtes. Im Odenwaldkreis sind bisher nur baumbrütende Dohlen bekannt.

Bei der Nahrung sind sie nicht wählerisch – sie sind Allesfresser. Jedoch haben Untersuchungen gezeigt, dass je mehr Grünland sie umgibt, desto grösser sind die Kolonien.

Im Anschluss stellte Herr Germann noch das FFH-Gebiet „Grünlandbereiche östlich von Brensbach“ vor. Die Gesamtfläche dieses Gebietes beträgt ca. 87 ha. Es handelt sich hierbei um grünlandgeprägte Taleinschnitte und Streuobstwiesen des nördlichen Odenwaldes am Übergang zum Reinheimer Hügelland.

Die Begründung für die Ausweisung dieses Gebietes ist die Erhaltung des Vorkommens der „Spanischen Flagge“ durch Sicherung von strukturreichen Waldrändern, -mänteln und –säumen und der Erhaltung einer extensiven Nutzung der Streuobstwiesen und sonnenexponierten, blütenreichen Gehölzsäumen.

Die Spanische Flagge ist ein Nachtfalter aus der Unterfamilie der Bärenspinner. Er fliegt von Juli bis September.

 

Nach diesen ausführlichen Erklärungen ging es voller Erwartung in das Dohlenwäldchen. Tatsächlich konnten wir eine Dohle mit Nistmaterial heranfliegen sehen. Um nicht zu stören, wanderten wir gleich weiter. Frau Schulz-Vetter gab Erläuterungen zu den Kennzeichnungen an den Bäumen. Frau Aurich erklärte die Pflanzen. Herr Back bestimmte u.a. Schmetterlinge und Falter. Karl Born und Lothar Müller bestimmten die Vogelstimmen. Teilnehmer aus Wallbach führten uns auf einem kleinen, aber lohnenswerten Umweg zurück zum Ausgangspunkt.

Während unserer Wanderung konnten wir insgesamt 36 Vögel bestimmen. Ein Reh hat sich gezeigt, zwei Blindschleichen wurden gesehen, ein Nagelfleck (Nachtfalter) und unter den vielen Pflanzen wurde u.a. die Zwiebel-Zahnwurz bestimmt.

Die verschiedenen Arten sind nachzulesen unter http://www.natur-hessen.de/ 

Dazu gehen Sie wie folgt vor:

- Beobachtungen ansehen

- Daten filtern (Deutschland, Hessen, ERB)

- ok

- unten rechts auf Pfeil rechts klicken bis das

  entsprechende Datum auf dem Bildschirm erscheint

   

Der NABU Kreisverband Odenwaldkreis hofft, dass es allen Teilnehmern gefallen hat und, dass die anstehenden Wanderungen gut besucht werden. Die Termine finden Sie unter www.nabu-odenwaldkreis.de – ein K(B)lick lohnt immer!!!!!!!!!!!!!

 

Noch ein Aufruf – wer kennt Brutplätze von Dohlen?

Bitte melden an

Gerhard Germann, Am Rehtor 11, 61420 Michelstadt-Steinbuch

Telefon Nr. 06061 – 4817 oder Email Nabu-Germann@web.de

 

Zum Vergrößern der Bilder bitte auf das entsprechende Foto klicken.

Insektenhotel an der Einhard Schule in Steinbach errichtet

 

Anlässlich der Projektwoche vom 21. bis 23. März an der Einhard Schule in Steinbuch wurde der NABU-Steinbuch-Michelstadt um Mithilfe zum Bau eines Insektenhotels angefragt. Sofort sagte Gerhard Germann seine Unterstützung zu, nicht zuletzt da etliche Schüler und Schülerinnen dieser Schule in seiner NAJU-Gruppe aktiv sind. Herr Germann erstellte den Plan für das Insektenhotel, die praktische Umsetzung wurde durch die Lehrerin Heidrun Schweizer vorangetrieben, hier mit großer Unterstützung von Hausmeister Günter Waßner und Zimmermann Hübner. Weitere logistische und finanzielle Unterstützung kamen von Förster Jürgen Maul von Hessen Forst, Forstamt Michelstadt, dem Raiffeisenmarkt Michelstadt, der Sparkasse Odenwald, verschiedenen Firmen und dem TC Michelstadt.

Die Hauptaktivisten/innen waren jedoch die Schüler und Schülerinnen, bauten sie doch mit größtem Eifer die Einzelnen Brutfächer für Solitärbienen- und Wespen. Bohrmaschinen, Stichsäge, Hammer, Draht- und Baumscheren waren unermüdlich im Einsatz. Ein gelungenes Insektenhotel war der Erfolg, die strahlenden Gesichter den Schüler und Schülerinnen lockten sogar die ersten Insekt zu ihrem neuen Hotel an. Da eine kostenlose Wohnung, sogar ein Grandhotel, nicht zum leben ausreicht, gestaltete die andere Klasse zusammen mit Lehrerin Wiebke Pasche den „Speisesaal“. Es wurde gegraben, Böschungen befestigt, Pfade angelegt und der „Tisch“ mit Blumen und Sträuchern gedeckt.

Am Samstag wurden u. a. auch diese beiden Projekte den Eltern und Besuchern vorgestellt, die Kreativität der Kinder für die Natur überraschte viele Besucher. Bleibt zu wünschen, dass das Hotel bald ausgebucht ist.

Einen herzlichen Dank den Initiatoren, allen Helfern und den Firmen aus Michelstadt!

Auch in der Ausgabe "Erbach- Michelstadt aktuell" vom 05. April erschien ein Bericht zu dieser Aktion. 

Zum Vergrößern der Bilder bitte auch das enstprechende Bild klicken.

Die Ortsgruppe Zell und engagierte Bürger aus Weiten-Gesäß sind erstmalig im Amphibienschutz aktiv  

 

Das Z für Zell steht im Alphabet an letzter Stelle und so sind wir von der NABU Ortsgruppe Zell, sehr wahrscheinlich auch die letzte Gruppe, die in diesem Jahr einen kleinen Amphibienschutzzaun aufgestellt hat. Aber es ist nie zu spät, dem Wettergott sei Dank.

Vom ARL, heute RLVV, in Reichelsheim erhielten wir die Nachricht, dass zwischen Zell und Weiten-Gesäß im letzten Jahr mindestens 50 Feuersalamander tot gefahren wurden. Dies war u.a. auch Thema in unserer letzten Monatssitzung im Gasthaus „Zur Krone“ in Zell, an der auch der Melder an das ARL, Herr Heiko Bohländer teilnahm. Er schilderte ausführlich die Situation in den letzten Jahren, die auf jeden Fall zu schnellem Handeln Anlass gab.

Ab Samstag, 17.03.2012 kontrollieren drei Weiten-Gesäßer Bürger, Herr Bohländer, Herr Kettner und Herr Lang, ebenfalls Mitglied in der NABU Gruppe Zell abends und morgens die Strecke zwischen Kilometer 6,0 und 8,0. Unterstützt werden sie von weiteren Mitgliedern der NABU Gruppe Zell. Für den Wanderschwerpunkt im Bereich Kilometer 6.4, laut Aussagen der Herren Bohländer und Lang, hat die Ortsgruppe bei der Straßenmeisterei Bad König, Herrn Riesinger und bei Hessen Mobil, Frau Mayer das Aufstellen eines Schutzzaunes über eine Länge von ca. 60 Meter beantragt. Die Genehmigung von beiden Behörden erfolgte prompt. Hierfür sei herzlich gedankt! Herr Riesinger lies zusätzlich 2 Hinweisschilder für Amphibien aufstellen.

Am Samstag, 24.03.12 haben 6 Personen den Zaun (aus dem Bestand des NABU Kreisverbandes – vielen Dank hierfür) aufgestellt.

Alle Beteiligten, und weitere Bürger aus Weiten-Gesäß, gaben die Zusage, bei der täglichen Kontrolle mitzuhelfen. Freiwillige Helfer sind jederzeit willkommen.

 

Das Ergebnis werden wir zu gegebener Zeit hier mitteilen.

 

Die Bilder zu der Aktion können Sie unten einsehen, zum Vergrößern bitte auf das entsprechende Bild klicken.

Nisthilfen für Dohle, Rauhfußkauz und Co

 

Zum Vogel des Jahres 2012 „Die Dohle“ passte genau die gemeinsame Aktion von der Stadt Michelstadt und dem NABU-Steinbuch-Michelstadt. Anlässlich des „Runden Tisches –Naturschutz“ regte Gerhard Germann das Aufhängen von Nisthilfen für Großhöhlenbrüter an. Damals noch nicht wissend, dass die Dohle Vogel des Jahres 2012 werden würde, passt die nun begonnene Aktion bestens zum Vogel des Jahres. Ist sie doch genau wie Rauhfußkauz, Waldkauz, Hohltaube auf Höhlen angewiesen, wie sie in der Natur durch den Schwarzspecht gezimmert, ein- bis zweimal bewohnt, wird diese dann den Folgebewohnern, mietfrei, überlassen.

Bei dem in den letzten Jahren zu beobachtenden starken Holzeinschlag, geht auch so manche Naturhöhle verloren, so bot es sich an Ersatz dafür zu schaffen. Dafür bietet sich natürlich der Stadtwald an, gehört er letztendlich doch auch uns Bürgern, und diese registrieren auch den Rückgang der großen Höhlenbrüter. So werden durch die Mitglieder des NABU-Steinbuch-Michelstadt an 10 Plätzen je 2 „Hohltaubennisthilfen mit Marderschutz“ im Abstand von 30-50m aufgehängt, dazwischen jeweils ein Kleiberkasten. Nun stellt sich natürlich die Frage, warum Nisthilfen für den Kleiber, ist er doch häufig zu beobachten? Nun der Kleiber hat auch das Bedürfnis so große Nisthilfen zu bewohnen, damit aber seine Jungen aus dem tiefen Kasten herauskönnen, muss er Material bis zum Einflugloch eintragen (ein Wassereimer voll) und dann noch das Loch von 8 x 12 cm auf einen Durchmesser von ca. 3,2 cm verkleinern. Mit dem Angebot von Kleibernisthöhlen wird seine Arbeit erleichtert und die Großhöhlen bleiben für die großen Höhlenbrüter frei. In der Praxis funktioniert das recht gut, wenn nicht Hornissen auch Gefallen an den Großkästen gefunden haben, aber denen sei es auch gegönnt, brauchen sie ja so große Räume zum Nestbau – schützenswert sind sie auch und sehr nützlich.

Trotz Vogel des Jahres, wurden die Fledermäuse nicht vergessen, 8 Fledermaushöhlen werden mit aufgehängt.

Zur Verwirklichung dieser Artenschutzmaßnahmen gab es reichlich Unterstützung durch Herrn Klose, Hessenforst, Forstamt Michelstadt, er hat mit Herrn Germann alle Bäume gekennzeichnet. Die Kosten für die Beschaffung dieser Nisthilfen wurden über „Ausgleichsgelder“ durch die Naturschutzbehörde des Odenwaldkreises übernommen.

Der NABU-Steinbuch-Michelstadt dankt allen Unterstützern für diese wichtige Artenschutzmaßnahme. Die jährliche Kontrolle, Säuberung und Bestandserfassung wird vom NABU-Steinbuch-Michelstadt übernommen.

Interessierte Personen, die mithelfen möchten, können sich bei Herrn Gerhard Germann melden. Tel.: 06061-4817 oder NABU-Germann@web.de.

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das entsprechende Bild klicken.

Nisthilfenkontrolle bei Steinkauzröhren u. Rauhfußkauzkästen durch die OG Steinbuch-Michelstadt 

 

Der NABU-Steinbuch-Michelstadt hat den milden Januar genutzt um die Nisthilfen für Steinkauz und Rauhfußkauz zu kontrollieren.

 

1. Der Steinkauz

 

Obwohl in den verschieden Gebieten mit Steinkauzröhren auch immer wieder Steinkäuze zu sehen und zu hören waren, konnten keine Vögel vorgefunden werden, auch Nachweise wie Gewölle fehlten durchweg.

Wahrscheinlich gibt es noch genügend Naturhöhlen, was bei dem desolaten Zustand vieler Obstbäume nicht verwunderlich ist. Insgesamt hängen 18 Steinkauzröhren um Steinbuch, 4 Stück davon wurden vom Landwirtschaftsamt (ALR) bezahlt und im Nov. 2008 gehängt. Nun wurde von Frau Beutel – LRVV - (ehemals ALR) kontrolliert, ob diese auch an den vorgesehenen Plätzen aufgehängt wurden. Die größte Enttäuschung waren 2 unbenutzte Röhren unterhalb des Wohnhauses von Gerhard Germann, werden hier doch öfters Steinkäuze gesehen und des Nachts auch gehört.

 

2. Der Rauhfußkauz

Diese Großraumkästen wurden ursprünglich von Herrn Hothum und Werner Friedrich für den Rauhfußkauz konzipiert, absolut mardersicher. Sie werden jedoch auch von Hohltauben sehr gerne angenommen, immer wieder auch von Kleibern, die sich ihrer Arbeit wohl nicht bewusst sind. Müssen sie doch den Kasten bis zum Flugloch auffüllen, dazu sind ca. 10l Material – Rinden- und Holzstücke – erforderlich, dann muss noch das Flugloch von einem Oval 8,5 x 12 cm auf einen Durchmesser von ca. 3 cm verkleinert werden. Zuallerletzt müssen noch alle Ritzen verklebt werden, was die Kontrolle oft sehr erschwert.

So war auch kein Nachweis von Rauhfußkäuzen zu finden, der Rückgang dieses Kauzes fing vor etwa 15 Jahren an und hält im gesamten Odenwaldkreis an. So war außer Nestern von 2 Hohltauben und Hornissennestern nur noch Reste von Brutkammern der Mörtelbienen zu finden.

So ist allgemein festzustellen, dass Steinkauz, Rauhfußkauz und Schleiereule in den letzten Jahren stark zurückgehen. Die letzten beiden etwas kälteren, schneereicheren Winter können nicht als alleinige Ursache gesehen werden.

NABU-Steinbuch-Michelstadt

Gerhard Germann

 

Winterwanderung Nabu Bad König/Nieder-Kinzig

 

Trotz des schlechten Wetters nahmen am 21.1.2012 17 Personen und ein Hund an der Wanderung teil.

Mit der Bahn ging es ab Bad König ins schöne Ittertal.

Wanderführer Heinz Haschert führte die Gruppe unterhalb des verschneiten Schildenbergs nach Eduardsthal, wo er viel Wissenswertes über die Vergangenheit des verlassenen Dorfes der Gruppe zukommen ließ.

Nach einer kurzen Rast ging es an der badischen Landesgrenze entlang, zurück nach Kailbach. Im Gasthaus Waldeslust wurde zünftig gevespert, bevor es zurück nach Bad König ging.

Danken möchte die Gruppe der Vias, die uns das Licht am „Ende des Tunnels“ zweimal erblicken ließ.

 

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Pflanzaktion der OG NABU Steinbuch Michelstadt

 

Die OG NABU Steinbuch führte am Samstag eine Pflanzaktion mit Unterstützung der Firma Hess Interforst durch.

Auf Initiative des Grafen Raimund zu Erbach Fürstenau wurden am Waldrand seines Waldes bei Steinbuch, in der Nähe des Forsthauses Kohlgrube 23 Bäume des Jahres gepflanzt. Beginnend mit dem Baum des Jahres 1989, der Eiche, bis hin zum Baum des Jahres 2011, der Elsbeere. 

Das wichtigste neben der eigentlichen Pflanzaktion war die anschließende Bewässerung -, so wurden ca. 2m³ hingefahren und jeder Baum bekam knapp 100l.

Vielen Dank an alle Helfer!

 

Biotopschutzmaßnahme am Erlauer Teich

 

Am 16. und 17. November wurden der Erlauer Teich ausgebaggert, sowie eine kleine Mulde auf dem vereinseigenem Grundstück ausgehoben. Der Einsatz war ein großer Erfolg. Alles klappte bestens, auch dank der großen Unterstützung von Herrn Lannert, Fr.-Crumbach, der nun noch den Abfluss und weitere kleine Baggerarbeiten herstellt. Die Grundsteine für die geplante Eisvogelwand sind auch bereits eingebracht, bei gefrorenem Boden wird Herr Lannert darauf eine Plattform errichten, auf der dann 4 Eisvogelbrutröhren aufgebaut werden.

 

Der „Erlauer Teich“ bei Fränkisch Crumbach wurde bereits 1981 vom damaligen DBV- Odenwaldkreis (heute NABU) als Artenschutzmaßnahme angekauft. Als Laichgewässer für verschiedene Amphibien, Habitat für Reptilien und Rastplatz für Limikolen hat er nahezu 30 Jahre im Artenschutz seine Funktion erfüllt. In dieser Zeit wurde er wegen Verlandung schon einmal ausgebaggert. Da er nun wieder total verlandet war, wurde dieser Einsatz erforderlich um das Schwemmmaterial auszuheben. Das Aushubmaterial wird als Sichtschutz und zur Vermeidung von Störungen an zwei Seiten des Geländes als Wall aufgeschichtet werden.

Zur Erweiterung und Verbesserung des Habitats wurde zusätzlich eine weitere Flutmulde für Limikolen und Bekassinen ausgebaggert.

 

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Gemeinsame Aktion der Angler und der NAJU + NABU Steinbuch Michelstadt am Großen See 

 

Gemeinsam mit den Anglern errichteten die NAJU + NABU Steinbuch Michelstadt am 05. November am „Großen See“ eine Eisvogelwand und legten Laichmulden für Grasfrösche und andere Amphibien an.

Der Einsatz dauerte von 10-14 Uhr und war besonders für die Kinder ein großer Spaß.

Die Eisvogelwand wurde mit 3 Brutröhren aufgebaut. Da aber auch Eisvögel nicht vom Wohnen alleine leben, sondern entsprechend Nahrung vorfinden müssen, wurde noch ein ehemaliger Tümpel wieder hergestellt und dazu auch wieder der Wasserzulauf angeschlossen. Im Frühjahr werden dann kleine Fische wie Moderlieschen und Weißfische als Nahrung eingesetzt.

Am Pfad zwischen See und Rehbach konnte eine Ringelnatter beim Sonnenbaden beobachtet werden und beim Anfahren des Materials wurde die Gruppe von einem Eisvogel begrüßt.

Vielen Dank an die Helfer und die Kinder !

 

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Birdwatch - Vogelzugbeobachtung

 

Und hier sind die aktuellen Ergebnisse des Birdwatch vom NABU Odenwaldkreis:

 

                                Böllstein         Fränk. Crumbach (Nonroder Höhe)

                           07:30 - 11:15 Uhr   13:30 - 18:00 Uhr 

  

                            Teilnehmer  11      Teilnehmer 15

Mäusebussard

5

      15

Buchfink

500

      60

Ringeltaube

60

      15

Hohltaube

2

       --

Star

50

     250

Bachstelze

     100

       2

Wiesenpieper

     12

       6

Gartenrotschwanz

     1

       --

Feldlerchen

     40

      10

Goldammer

     40

       6

Eichelhäher

       3

       2

Hausrotschwanz

     10

      12

Rotmilan

3

       1

Elster

         1

       --

Kleiber

1

       1

Grünspecht

1

       1

Blaumeise

2

       4

Buntspecht

2

       3

Feldsperling

4

       --

Turmfalke

1

       --

Kernbeisser

3

       --

Kohlmeise

2

       2

Dohle

2

       --

Amsel

--

       3

Rabenkrähe

     --

      28

Kolkrabe

--

       4

Stieglitz

´--

       2

Zilpzalp

--

       3

Hausrotschwanz

10

      12

Gartenbaumläufer

     --

       1

Sperber

     --

       1

Grauspecht

--

       1

Fließgewässeruntersuchung mit der NAJU am "Steinbach" in Steinbuch

 

Am 13.08. unternahm die NAJU einen Ausflug zum Steinbach an der Steingasse 2 um dort eine Fließgewässeruntersuchung durchzuführen.

Die Kinder wurden in zwei Gruppen eingeteilt, eine Gruppe ging ca. 200m von der Brücke bachabwärts und die andere Gruppe ca. 200m bachaufwärts.

Mit Köchern, Gläsern und z. T. mit Gummistiefeln ging es nun auf Erkundung von Lebewesen im Wasser, dabei wurden viele Steine umgedreht.

7,5 cm
7,5 cm

Die Ausbeute war leider nicht so groß ausgefallen, allerdings wurde sofort ein Flusskrebs direkt an der Brücke gefunden, die Länge von Kopf bis Schwanzende betrug 7,5cm, die zweite Gruppe fand ca. 100m bachabwärts viele Flusskrebse, einen mit einer Länge von 10cm und einen Winzling,

10 cm
10 cm

Nun ist ja die große Frage, was für Krebsarten brachten sie mit. Gemäß Literatur sollte es sich um Signalkrebse handeln, dessen auffälligstes Merkmal sein weiß - blaues Scherengelenk und zwei Postorbitalknoten sind.

Weiter wurden noch Bachflohkrebse (Anzeiger für sauberes Wasser) Kleinlibellenlarven und Wasserasseln gefunden.

Im Pumpenhäuschen wurden die Wasserinsekten unter den Stereolupen

genauer untersucht.

Dann wurde nochmals um das Pumpenhäuschen „getümpelt“, gefunden wurden neben Kellerasseln, Wasserspinnen, 2 Grasfrösche und 1 Springfrosch.

 

Zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken.

OG Bad König/Nieder Kinzig errichtet Schautafeln und führt Neuanpflanzung durch

 

Die OG Bad König/Nieder Kinzig errichtete in der Gemeinde Nieder Kinzig 2 Schautafeln und pflanzte beim Friedhof 2 Wildrosen und 2 Ebereschen (Vogelbeere), nachdem dort bei Grünschnittarbeiten die komplette Hecke entfernt wurde.

Leider wurden die zuerst vom Nabu gepflanzten Rosen, Haselnüsse + Jasmin gestohlen, so dass nun die Stadt der Ortsgruppe die oben genannten Pflanzen zur Verfügung stellte.

Die errichtete Infotafel soll auf die Bedeutung von Hecken aufmerksam machen und die Bevölkerung (auch städtische Angestellte) sensibilisieren, damit solche Hau - Ruck Aktionen, wie im März an der Hecke geschehen sind, nicht mehr passieren.

Am Waldrand, oberhalb der Hans - Neidig Halle, wurde ebenfalls eine Infotafel aufgestellt. Da die dazu gehörigen Schautafeln (Vögel) noch nicht geliefert wurden, wird dort ebenfalls auf den Lebensraum Hecke hingewiesen.

Die Kosten der Aktion liegen bei rund 2.000 €.

Bedanken möchte sich die OG Bad König/Nieder Kinzig bei der Stadt für die Pflanzen und Stellplätze, sowie für die finanzielle Unterstützung der Schreinerei Schlingmann und der Fa. HS - Tank- und Anlagenschutz.

 

Ortsgruppe Steinbuch-Michelstadt bringt Nisthilfen für den Gartenrotschwanz an

 

Am 13.04.2011 brachten Mitglieder der OG Steinbuch als Aktion zum Jahresvogel "Der Gartenrotschwanz"

9 Nisthilfen an.

Um zu erfahren, welcher Kastentyp am besten angenommen wird, wurden 3 verschiedene Typen aufgehängt. Alle haben jedoch ein ovales Loch - speziell für den Gartenrotschwanz.

  1. Holzkasten von NABU
  2. Holzbetonkasten von Schwegler
  3. Holzbetonkasten von Schwegler "Nischenbrüterkasten" mit 2 ovalen Löchern und eingebauten Marderschutz

Nun heißt es abwarten...

Bilder von der Aktion sehen Sie unten...

Wie Sie selbst GartenrotschwanzOasen schaffen können, erfahren Sie auf

unserer Seite << hier <<

NABU Odenwaldkreis errichtet Krötenzaun

Errichtung eines 400m langen temporären Amphibienzaunes an der L3119 von km 5,1 – 5,5 im Bereich NSG „Finkenbachtal“

 

Im oben angeführten Streckenbereich finden alljährlich Massenamphibienwanderzungen zu den Laichplätzen hinter der Landesstraße im Bereich des Finkenbaches – Naturschutz- und FFH-Gebiet – statt. Mit dieser Massenwanderung geht eine erhebliche Gefährdung von Verkehrsteilnehmern, insbesondere Zweiradfahrern/innen, einher. Werden doch in einer Nacht hunderte von Amphibien, größtenteils Erdkröten, überfahren, die Kadaver bilden einen rutschigen Straßenbelag, der die Unfallgefahr drastisch erhöht, zumal in diesem Bereich auch einige Kurven vorhanden sind.

Um 1980 herum wurde eine stationäre Leitanlage aus Holz mit zugehörigen Unterführungen installiert, zum Schutz der Tiere und der Verkehrsteilnehmer. Als diese hölzerne Leitanlage durch Fäulnis unbrauchbar geworden ist, wurde diese ohne Ersatz entfernt. Somit ist der Schutz der wandernden Amphibien und der Verkehrsteilnehmer nicht mehr gegeben.

Der NABU-Odenwaldkreis mit Mitgliedern vor Ort und anderen Amphibienfreunden/innen möchte diesen Missstand in diesem Frühjahr beseitigen und deswegen am 1. März einen mobilen, provisorischen, Amphibienzaun für die Hinwanderung der Amphibien aufgestellt. Es soll hiermit auch getestet werden, ob die damals eingelassenen, runden Rohre von den Amphibien zur Unterquerung der Straße genutzt werden.

Trotz dieses temporären Amphibienzaunes werden wohl Kontrollgänge in den Abendstunden während der Wanderung nötig, dazu ruft der NABU alle Amphibienfreunde/innen zur Mithilfe auf.

Koordinator vor Ort: Herr Rainer Maurer, Birkenweg 4, Finkenbach, Tel.: 06068-478776.

Für die Mithelfer/innen liegen gelbe „NABU-Sicherheitswesten“ bereit, daher bitte nicht ohne Rücksprache mit Herrn Maurer tätig werden, Ihre Sicherheit ist uns sehr wichtig.

Ziel: in Zukunft ein stationärer Zaun für die Hin- und Rückwanderer, wie am „Marbachstausee“.

 

Bitte zum Vergrößern auf das jeweilige Bild klicken.

Nach gut 3 Stunden, von Anfang bis Ende natürlich dabei – Herr Werner Friedrich -, war das Ziel 400m Zaunaufbau erreicht. Jetzt kann der Frühling mit den Amphibien kommen.

NABU Ortsgruppe Steinbuch Michelstadt trifft Vorbereitungen für die Krötenwanderung

Vorbereitungen zur Amphibienwanderung an der B47

im Bereich „Großer See“ zwischen Steinbach und Rehbach

 

Seit Jahren kontrolliert und repariert der NABU-Steinbuch-Michelstadt den Hin-und Rück-wanderzaun im Bereich „Großer See“. So wurde nun der Hinwanderzaun – 400m lang –kontrolliert, der Zaun, im letzten Jahr komplett durch das „Wurzelwerk Groß-Umstadt z. T. erneuert bzw. repariert , befand sich in einem recht guten Zustand. Jedoch waren einige der 4 Durchlässe durch Schwemmgut total verstopft, diese wurden gesäubert, sodass die Hinwanderung für Frösche, Kröten und Molche beginnen kann. Am „Großen See“ gibt es jeweils 2 Rohre pro Trichter, d.h. ein Rohr für die Hinwanderung und ein Rohr für die Rückwanderung, dies an 4 Stellen. Für die Hinwanderung gibt es zunächst einen kleinen Fallschacht, abgedeckt durch eine Holzplatte mit seitlichen Schlitzen für die Amphibien. Fallen die Amphibien in den Schacht, gibt es für sie nur noch eine Richtung, nämlich in Richtung Laichgewässer. Da die Amphibien deshalb nicht durch diese Röhre, nach dem Laichgeschäft, zurück können, gibt es eine zweite Röhre, ebenerdig auf der Seite des Laichgewässers, während die Hinwanderröhre an dieser Stelle ca. 10cm über dem Boden angeordnet ist und somit für die Amphibien nicht erreichbar. Dieses System ist über 30 Jahre alt und würde heute nicht mehr so ausgeführt werden, s. „Hutzwiese“ und „Marbachstausee“. Der Rückwanderzaun ist an einer Stelle defekt – hier wird immer noch Müll abgeladen – und muss repariert werden.

 

Bitte zum Vergrößern auf das jeweilige Bild klicken.

 

So sieht es schon besser aus, Lothar Müller in Aktion - Abdeckung auf Einfallschacht,  damit keine größeren Tiere hineinfallen oder ein Mensch hineintritt.

auch der 4. Durchlass istwieder funktionsfähig,

Dank an Lothar Müller und Karlheinz Serba



Die Amphibienwanderung kann nun beginnen.

NABU Odenwaldkreis bittet um Mithilfe bei der Krötenwanderung

Frösche, Kröten, Molche und Feuersalamander entdecken den Frühling

NABU Odenwaldkreis bittet Autofahrer um Rücksichtnahme

 

Seit vielen Jahren haben Natur- und Artenschützer dem Amphibientod an unseren Straßen den Kampf angesagt, so auch im Odenwaldkreis. Mitglieder des NABU Odenwaldkreis und andere Amphibienfreunde stellen mobile Leitanlagen auf und tragen Amphibien sicher über die Straße. Ohne dieses vielfache Engagement wäre es um unsere Frösche, Kröten, Molche und Feuersalamander deutlich schlechter bestellt.

Der NABU Odenwaldkreis möchte nun in diesem Frühjahr mit freiwilligen Helfern/innen den Straßenbereich der L3119 von km 5,1 – 5.6 mit einer mobilen Leitanlage sichern.

Zur Mithilfe werden freiwillige Amphibienfreunde/innen gesucht. Wer also in den Abendstunden Zeit hat den Amphibien zu helfen, melde sich bitte tel. bei Herrn Rainer Mauer 06068-478776 in Finkenbach oder bei Herrn Gerhard Germann 06061-4817 in Michelstadt-Steinbuch.

Für die Wanderung der wechselwarmen Tiere sind vor allem nächtliche Temperaturen von über fünf Grad in Verbindung mit feuchtem Wetter entscheidend,der Start steht wohl kurz bevor.

Während der Laichwanderungen sind die Amphibien allerdings von den Auswirkungen des ständig wachsenden Straßennetzes und Verkehrs betroffen. Sie legen auf ihren Wanderungen von den Winterquartieren zu den Laichgewässern Strecken von bis zu zwei Kilometern zurück und müssen dabei Straßen überqueren. Neben dem direkten Tod durch Überfahren sterben viele weitere Tiere durch den geschwindigkeitsabhängigen Strömungsdruck der Fahrzeuge. Gerhard Germann, Kreisvorsitzender des NABU-Odenwaldkreis, appelliert daher an alle Autofahrer, auf Straßen und Wegen mit Amphibien-Wanderungen Tempo 30 nicht zu überschreiten, um den Druck gering zu halten und die Überlebenschance der wandernden Tiere zu erhöhen. Nicht zu übersehen ist auch die Verkehrssicherheit die durch überfahrene Tiere zu einem glitschigen Belag führen und somit die Unfallgefahr stark erhöhen, insbesondere für Zweiradfahrzeuge.

Neben der Strecke bei Finkenbach sind noch an vielen anderen Stellen im Odenwaldkreis Amphibienschützer tätig, wer also beim „Krötenretten“ mitmachen möchte, kann sich an die NABU-Ortsgruppen oder an den NABU-Kreisverband wenden.

„Mithelfer/innen sind gerne willkommen!“

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